VW-Betriebsrat gegen Verkauf von Scania-Anteilen

Der VW-Betriebsrat sieht eine mögliche Zusammenarbeit mit MAN und Scania bei Nutzfahrzeugen positiv. Einen Verkauf des Scania-Anteils lehnt Betriebsratschef Bernd Osterloh aber ab. Er sagte, es könne Vorteile bringen, wenn VW sein Schwerlaster-Geschäft in Brasilien in eine Allianz einbringen würde.

Wie eine solche Allianz genau aussehen könnte, müsse abgewartet werden. "Ein Verkauf des Scania-Anteils würde aber keinen Sinn machen", sagte Osterloh. "Die Beteiligung an Scania war immer eine langfristige Strategie- Entscheidung und keine reine Finanzbeteiligung." E sprach sich für eine Vollsortiment der Nutzfahrzeugpalette aus und unterstrich deren Bedeutung. "Die Unternehmen haben keine Lust, von unterschiedlichen Herstellern Autos zu kaufen." Ein Autohersteller wie Volkswagen müsse vom Kleinwagen bis zum schweren Lastwagen jedes Modell anbieten.

VW kommt als größter Scania-Einzelaktionär eine Schlüsselrolle bei den Plänen des MAN-Konzerns zu, den schwedischen Konkurrenten Scania zu übernehmen. MAN will am Montag ein offizielles Kaufangebot unterbreiten. Das Kontrollgremium tagt an diesem Wochenende. Experten zufolge wird das Gebot zwischen 430 und 440 schwedischen Kronen (45 bis 47 Euro) je Aktie liegen. (ar/sb) Letzte Änderung: 17.09.2006









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