VW stockt Beteiligung an MAN auf

Volkswagen will Medienberichten zufolge seine Macht bei dem Nutzfahrzeugsteller MAN ausbauen, um eine Fusion mit der eigenen Lkw-Sparte und mit Scania zu beschleunigen. Wie das "Handelsblatt" berichtet, hat Europas größter Autobauer seine Anteile an MAN auf nahezu 30 Prozent aufgestockt und fordere bei der kommenden MAN-Aufsichtsratssitzung drei Sitze. Ferdinand Piech wolle den Vorsitz des Gremiums übernehmen, hieß es.

Volkswagen könnte mit mehr Einfluss die Verhandlungen zwischen MAN und Scania über eine künftige Kooperation wirksamer beeinflussen. Bisher waren die Versuche, eine Allianz zu forcieren, ohne Erfolg geblieben. VW kommt dabei einen Schlüsselrolle zu, weil das Unternehmen größter Anteilseigner bei Scania und MAN ist. Für einen möglichen Zusammenschluss war vor einer Woche eine Holding mit Sitz weder in Deutschland noch in Schweden im Gespräch. Während die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" die Niederlande als möglichen Stammsitz nennt, schrieb die "Süddeutsche Zeitung" am vergangenen Montag, es käme auch Luxemburg in Betracht.

Eine Ansiedlung der Holding in den Niederlanden oder Luxemburg würde den Unternehmen mehrere Vorteile bringen. Der Familie Wallenberg als Großaktionär bei Scania käme entgegen, dass in beiden Ländern anlegerfreundliche Stiftungsmodelle möglich seien. Ein Vorteil für MAN wäre, dass außerhalb der Bundesrepublik das deutsche Mitbestimmungsrecht nicht gelte, das Arbeitnehmervertretern Sitze im MAN-Aufsichtsrat sichert. (ar/os) Letzte Änderung: 24.02.2007









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