VW stockt Beteiligung an MAN auf
Volkswagen könnte mit mehr Einfluss die Verhandlungen zwischen MAN und Scania über eine künftige Kooperation wirksamer beeinflussen. Bisher waren die Versuche, eine Allianz zu forcieren, ohne Erfolg geblieben. VW kommt dabei einen Schlüsselrolle zu, weil das Unternehmen größter Anteilseigner bei Scania und MAN ist. Für einen möglichen Zusammenschluss war vor einer Woche eine Holding mit Sitz weder in Deutschland noch in Schweden im Gespräch. Während die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" die Niederlande als möglichen Stammsitz nennt, schrieb die "Süddeutsche Zeitung" am vergangenen Montag, es käme auch Luxemburg in Betracht.
Eine Ansiedlung der Holding in den Niederlanden oder Luxemburg würde den Unternehmen mehrere Vorteile bringen. Der Familie Wallenberg als Großaktionär bei Scania käme entgegen, dass in beiden Ländern anlegerfreundliche Stiftungsmodelle möglich seien. Ein Vorteil für MAN wäre, dass außerhalb der Bundesrepublik das deutsche Mitbestimmungsrecht nicht gelte, das Arbeitnehmervertretern Sitze im MAN-Aufsichtsrat sichert. (ar/os) Letzte Änderung: 24.02.2007
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