VW-Verhandlungen: Ohne Auslastung für Werke keine 35-Stunden-Woche
VW-Verhandlungsführer Klaus Dierkes hatte noch einmal betont, dass Änderungen in der Tarif- und Kostenstruktur unumgänglich seien. Der Autobauer will die Arbeitszeit ohne Lohnausgleich verlängern, die Gewerkschaft lehnt dies ab. Meine sagte, man sei an Lösungen interessiert, die Arbeitsplätze "zu guten Tarifbedingungen langfristig in den sechs Werken hält". Von einem schnellen Erfolg bei den Verhandlungen gehen beide Seiten nicht aus.
Unterdessen hat VW-Gesamtbetriebsrat Bernd Osterloh im Vorfeld der Verhandlungen harsche Kritik am Management geübt. "Das Hauptproblem bei VW sind nicht die Personalkosten, sondern Strukturen und Prozesse" sagte er. Es sei eigentlich der Job des Managements, auch unter den bestehenden Tarifbedingungen eine ordentliche Rendite zu erwirtschaften, hieß es weiter. Mit schnellen Ergebnissen rechnet auch er nicht. (ar/sb)
Letzte Änderung: 18.09.2006
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