VW will für US-Werk mehr als 80 Prozent Lokalisierungsgrad

Das geplante US-Werk des Autoherstellers Volkswagen soll einen Lokalisierungsgrad von mehr als 80 Prozent erreichen und damit auch Zulieferteile vorwiegend aus dem Dollarraum beziehen, erklärte VW-Produktionsvorstand Jochem Heizmann jetzt dem Magazin "Auto Motor und Sport". "Wir wollen langfristig auch Motoren und Getriebe aus dem Dollar-Raum beziehen."

Die Standortfrage ist offenbar noch nicht geklärt. Laut Heizmann soll er in der Nähe eines Flughafens liegen und nicht von Wirbelstürmen gefährdet sein. Konkurrenz vor Ort will VW allerdings ausdrücklich vermeiden. "Wir wollen keine andere Autoproduktion in der Nähe haben", so Heizmann.Auf einen Bundesstaat sei VW noch nicht festgelegt. Intern heißt es laut "Auto Motor und Sport", Mexiko sei chancenlos. Heizmann schließt aber eine Ausweitung der Motorenproduktion in Mexiko nicht aus. Bis zum Sommer will Heizmann den geeigneten Standort in den USA festgelegt haben.

Von zentraler Bedeutung sei das Werk für das geplante Mittelkassemodell, das VW speziell für den US-Markt anbieten will. Im Vergleich zur Konkurrenz in diesem Segment sei der Passat rund 4000 Dollar zu teuer, zitiert das Magazin Konzernkreise. Man könne zwar bei der Entwicklung des neuen Modells im Hinblick auf die Bedürfnisse der US-Kunden noch Kosten einsparen, doch das alleine reiche nicht. "Ohne eine Produktion im Dollar-Raum können wir in den USA kein wettbewerbsfähiges Kostenniveau erreichen", so Heizmann. Schon in gut zwei Jahren sollen dort in der Anlaufphase pro Jahr 100 000 bis 150 000 Einheiten gefertigt werden. In der Spitze rechnet Heizmann mit mindestens 250 000 Autos. (ar/Sm)
Letzte Änderung: 23.03.2008









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