Walter Röhrl plädiert für den Genuss ohne Reue

Null Punkte in Flensburg. Das ist die Bilanz des mehrmaligen Rallye-Weltmeisters Walter Röhrl, der seine Leben privat und beruflich immer noch am Steuer sehr schneller Autos verbringt. In einem Interview für die aktuelle Ausgabe des Branchen-Informationsdienstes "PS-Automobilreport", dass er sich unterwegs "konsequent an die Gesetze" halte.

"Rasen ist für mich ein Ausdruck von Unfähigkeit", empört sich Röhrl in dem Interview. Man könne zügig und trotzdem sehr sicher und umweltbewusst fahren. Dabei hebt der Rallye-Weltmeister auf die neuen Fahrzeuge seines Arbeitgebers Porsche ab. Der neu konstruierten Sechszylinder-Boxer Motor realisiere Verbrauchswerte, "die noch vor Jahren undenkbar" waren. "Bei einem Auto mit diesem Potenzial, das man unter zehn Litern bewegen kann, muss man kein schlechtes Gewissen haben."

Überraschend die Aussage von Röhrl, mit einem Porsche lasse sich "eine tolle Verkehrserziehung" betrieben. In der Stadt fahre er immer mit 50 km/h auf der rechten Spur. Im Spiegel beobachte er oft, wie jemand richtig zügig heranfahre und dann verzögere. "Möglicherweise wird ihm in diesem Moment bewusst, dass er, würde er plötzlich den Porsche überholen, viel zu schnell unterwegs ist." (ar/Sm) Letzte Änderung: 28.09.2008









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