Webasto angeblich vor Stellenabbau

Der Autozulieferer Webasto will Medienberichten zufolge Stellen abbauen. Wie die "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" heute ohne Angaben von Quellen meldet, habe das Familienunternehmen Probleme mit dem nahezu gleichzeitigen Produktionsanlauf der Klappdächer von Volkswagen Eos, Volvo C70 und Ford Focus Cabrio. Webasto-Chef Franz-Josef Kortüm hatte bereits im Februar gewarnt, das Unternehmen sei zwar mit Aufträgen sehr gut ausgelastet, arbeite aber zu wenig profitabel.

Die Webasto AG hatte 2005 mit rund 6700 Mitarbeitern weltweit einen Umsatz von ca. 1,5 Milliarden Euro erzielt, der damit rund fünf Prozent über dem Vorjahr lag. Das Ergebnis hatte sich dagegen im operativen Geschäft gegenüber 2004 nahezu halbiert. Auch für 2006 erwartet Kortüm trotz der Umsatzsteigerung durch neue Produkte keine Verbesserung der Ergebnissituation. Hintergrund seien die weiterhin hohen Anlaufkosten für neue Produkte, der enorme Preisdruck seitens der Hersteller und die gestiegenen Rohstoffpreise. Besonders der Standort Deutschland sei betroffen, räumte Kortüm ein. Eine Pressekonferenz am Donnerstag soll jetzt Klarheit bringen. Nach Informationen der "FAZ" sei besonders die Produktion des fünfteiligen Klappdachs im Eos kompliziert und teuer und stehe deshalb unter besonderer Beobachtung des Vorstandes. (ar/sb) Letzte Änderung: 27.09.2006









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