Weiterhin Streit zwischen Porsche und VW-Betriebsrat

Der Streit um die Mitbestimmung der Volkswagen-Arbeitnehmervertreter in der geplanten Porsche-Holding geht weiter. Es werde eine paritätische Mitbestimmung bei der Holding geben und für den Fall der mehrheitlichen Beteiligung an Volkswagen würden die VW-Betriebsratsmitgliederer gleichberechtigt neben den Kollegen von Porsche sitzen, erklärte Porsche-Chef Wendelin Wiedeking dem Nachrichtenmagazin "Focus". Im Betriebsrat der Holding hätten die VW-Vertreter bei Abstimmungen eindeutig die Mehrheit. Anders sieht das der VW-Betriebsratssprecher Gunnar Kilian, der in der Vereinbarung eine Benachteiligung der VW-Beschäftigten sieht.

Am 24. Oktober 2007 wird das Arbeitsgericht Stuttgart über die vom VW-Konzernbetriebsrat eingereichte Klage entscheiden. Der Betriebsrat habe sich für einen Rechtsstreit entschieden, weil Porsche nicht gesprächsbereit gewesen sei.

Porsche besitzt derzeit 31 Prozent der VW-Aktien. Es wird darüber spekuliert, dass die Stuttgarter weitere Anteile erwerben könnten - vor allem dann, wenn das VW-Gesetz, das die Stimmrechte der Aktionäre begrenzt, am 23. Oktober 2007 vom Europäischen Gerichtshof gekippt werden sollte. (ar/nic) Letzte Änderung: 15.10.2007









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