Wem nützen Versicherungs-Vergleichsportale im Internet?

Wie jedes Jahr werden auch 2009 wieder rund vier Millionen Autofahrer bis Ende November 2009 ihren Kfz-Versicherer wechseln. Sie können ihre bestehende Versicherung bis 30. November kündigen und zu einem anderen, meist kostengünstigeren Anbieter wechseln. Nach Schätzungen von Fachleuten kommt inzwischen fast jeder zweite Vertragsabschluss über ein Versicherungs-Vergleichsportal im Internet zustande.

Viele Betreiber solcher Portale verdienen an jedem Vertragsabschluss, den sie über ihre Seite vermitteln. Deswegen muss die Frage erlaubt sein, ob sie die für den Autofahrer oder die für das Portal gewinnbringendste Versicherung? Andrea Heyer von der Verbraucherzentrale Sachsen: "Hinter vielen Portalen verbergen sich Vermittlerinteressen. Man kann deshalb nicht davon ausgehen, stets eine Übersicht der günstigsten Marktangebote zu erhalten."

Eine Untersuchung der Vergleichsportale von "Welt online" zeigt: Kfz-Tarifrechner im Internet berücksichtigen die billigen Angebote nicht. Auch die Zeitschrift "Öko-Test" hat in ihrer Novemberausgabe Versicherungsportale unter die Lupe genommen. Keiner der 15 untersuchten Anbieter traf alle Tarife richtig. Die "Süddeutsche Zeitung "hat die Ergebnisse von drei Online-Tarifrechnern mit der Auswertung der Stiftung Warentest verglichen. Das Ergebnis lässt den Nutzer auf den ersten Blick ziemlich ratlos zurück: Unter den vermeintlich günstigsten Anbietern finden sich stets andere Gesellschaften. (ampnet/Sm)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 12.11.2009









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