Wildunfall: Ausweichen oft gefährlicher als ein Zusammenstoß
Bei dem Versuch rammte ein Pkw mit 40 Stundenkilometer einen 55 Kilogramm schweren und 93 Zentimeter großen Hirschdummy. Dabei wurde durch den Aufprall die Motorhaube stark eingebeult, aber Windschutzscheibe blieb intakt. Der Fahrer wäre bei einem realen Unfall unverletzt davongekommen.
Der Test zeigt, dass in erster Linie falsche Reaktionen wie etwa riskante Ausweichmanöver den Autofahrern zum Verhängnis werden können. Experten schätzen, dass rund ein Drittel aller Baumunfälle außerorts durch Wild verursacht werden. Da jedoch keine Kollision stattgefunden hat, fließen die Daten nicht in die offizielle Wildunfallstatistik ein. Laut ADAC wurden im Jahr 2006 rund 2 800 Menschen bei einem Wildunfall verletzt, zehn starben. Unter die Räder kamen dabei 220 000 Rehe, Hirsche und Wildschweine - die Dunkelziffer ist jedoch genau so hoch. (ar/nic) Letzte Änderung: 15.04.2008
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