Winterkorn will Volkswagen umstrukturieren
Künftig sollen die Spartenchefs mehr Macht innerhalb ihrer Marken haben - das würde auch VW-Markenchef in die Hände spielen, über dessen Zukunft in den vergangenen Tagen spekuliert worden war. Er hätte dann leichteren Zugriff auf die Marken Seat und Skoda, was auch Spareffekte für Volkswagen bedeuten könnte.
Unterdessen hat sich der Niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) zu Wort gemeldet und die Fortführung des von Pischetsrieder eingeleiteten Sparkurses eingefordert. Niedersachsen ist zweitgrößter Anteilseigner an Volkswagen-Konzern. Wulff sagte der "Bild am Sonntag", es müsse eine bessere Kooperation zwischen den einzelnen Marken des Konzerns geben - ohne teure Parallelentwicklungen.
Unruhe gibt es auch wegen eines Spiegel-Berichts: Demnach sei VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech auf dem besten Weg, aus Volkswagen ein Familienunternehmen zu machen. Investoren aus dem Umfeld Piechs würden derzeit fünf bis sieben Prozent VW-Aktien aufkaufen. Sollte das so genannte VW-Gesetz wie erwartet gekippt werden, das dem Land Niedersachsen eine Sperrminorität sichert, könnte der Einfluss von Porsche weiter zunehmen. Piechs Familie ist Mitbesitzer von Porsche, der Anteil an Volkswagen könnte dann nahezu 30 Prozent betragen. Eine Mehrheit bei der traditionell schwach besuchten Hauptversammlung von Europas größtem Autobauer wäre Piech dann sicher. (ar/sb) Letzte Änderung: 13.11.2006
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