Wissmann: Deutsche Hersteller kommen bei CO2-Reduzierung schneller voran

Die deutschen Autohersteller kommen bei ihren Bemühungen zur Minderung des CO2-Ausstoßes schneller voran als die Wettbewerber. Dies betonte heute (6. Februar 2008) Matthias Wissmann, Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), auf einer Pressekonferenz in Berlin. Insgesamt seien auf dem deutschen Pkw-Markt die durchschnittlichen CO2-Werte neu zugelassener Pkw um 1,7 Prozent auf unter 170 g/km gesunken. Dabei konnten nach VDA-Angaben die deutschen Hersteller einen zweiprozentigen Rückgang erzielen, während die Importeure den CO2-Ausstoß ihrer Fahrzeugflotten um 1,3 Prozent gesenkt haben. Die geringsten Einsparungen hätten die japanischen und die französischen Hersteller mit minus 0,6 Prozent bzw. minus 0,8 Prozent erreicht.

Wissmann sagte, die CO2-Emissionen der deutschen Autos lägen - trotz ihrer Dominanz in der Oberklasse - nur noch ein Prozent über dem Durchschnittswert aller Hersteller. In den volumenreichen Segmenten Kompaktklasse, Mittelklasse und obere Mittelklasse, auf die nahezu die Hälfte aller Neuzulassungen entfällt, seien die Werte der deutschen Marken sogar niedriger als die jeweiligen Durchschnittswerte. Im umweltfreundlichsten Fahrzeugsegment der Kleinstwagen hätten die deutschen Hersteller einen überdurchschnittlichen Einsparungserfolg von minus 6,7 Prozent erzielt.

Matthias Wissmann verwies darauf, dass es 388 deutsche Pkw-Modelle gebe, die weniger als 6,5 Liter auf 100 Kilometer verbrauchen. Nahezu ein Sechstel davon lägen sogar unter fünf Liter pro 100 Kilometer. Mit dem Smart Fortwo biete Deutschland außerdem das Serienfahrzeug mit dem weltweit geringsten CO2-Ausstoß an.

Beim Dieselanteil gibt es nach VDA-Angaben mittlerweile einen Höchststand. Von den im vergangenen Jahr 3,15 Millionen neu zugelassenen Fahrzeugen entfielen 47,7 Prozent auf solche mit Dieselantrieb. Nachdem der Clean-Diesel mit Sparsamkeit und geringem CO2-Ausstoß schon überzeugend punktet, werde "die neueste Dieseltechnik auch das Thema NOx bewältigen", ist Wissmann überzeugt. Sehr bald würden sicher auch Euro 5 und Euro 6 zu meistern sein. Deutschland sei der weltweit anerkannte Innovationsführer bei der Dieseltechnik.

Der VDA-Präsident forderte von der EU-Kommission, beim geplanten CO2-Grenzwert von 120 g/km neben Leichtlaufreifen, Schaltpunktanzeigen und Biokraftstoffen weitere Innovationen zu berücksichtigen. Als Beispiel nannte Wissmann moderne und umweltfreundliche Klimaanlagen mit natürlichen Kältemitteln, die ebenfalls eine deutliche CO2-Reduzierung brächten. (ar/jri) Letzte Änderung: 06.02.2008









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