Wissmann einstimmig zum neuen VDA-Präsidenten gewählt
Wissmann will den Verband offen und dialogbereit führen und auch den Dialog mit solchen Gruppen führen, die heute dem Automobil deutscher Produktion nicht wohlgesonnen sind. "Es weiß heute jeder in der Industrie, dass es eine gemeinsame Aufgabe der Industrie ist, wieder in die Offensive zu kommen", erläuterte Wissmann heute in einer eilig organisierten Pressekonferenz. Leider seien nicht alle Informationen über die Fortschritte der deutschen Automobilindustrie in der Öffentlichkeit und bei der Politik angekommen. "Viele in der Industrie wissen, wir können noch einen Zacken zulegen, nicht nur bei der Kommunikation."
Dr. Dieter Zetsche, der Vizepräsident des VDA und DaimlerChrysler-Chef, gab das Ergebnis der heutigen Wahl in Vorstand und Präsidium des Verbands bekannt. Danach erfolgte die Wahl einstimmig. Der bisherige VDA-Präsident Prof. Bernd Gottschalk, der am 10. März dieses Jahres zurückgetreten war, wird das Amt noch bis zur Übernahme durch Wissmann weiterführen.
Zetsche fand in Anwesenheit des VW-Chef Winterkorn und des BMW-Chefs Reithofer lobende Worte für den scheidenden Präsidenten, der die Position elf Jahre innehatte - die längst Zeit, die bisher ein VDA-Präsident im Amt gewesen ist: "Sie haben sich - entgegen anders lautenden Berichten - freiwillig zum Rücktritt entschieden. Wir alle bedauern das außerordentlich." Man habe großen Respekt vor dieser Entscheidung, mit der Gottschalk "diese Industrie und den VDA aus schädlichen Diskussionen herausbringen" wollte. (ar/Sm) Letzte Änderung: 26.03.2007
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