Wissmann: Elektromobilität braucht Unterstützung der Politik
Bislang seien die Batteriekosten für den Volumenmarkt noch deutlich zu hoch. Bei einem Elektro-Fahrzeug der unteren Mittelklasse, das in naher Zukunft auf den Markt kommt und eine Reichweite von 150 Kilometern hat, müsse mit Mehrkosten von 10 000 bis 15 000 Euro gegenüber einem Pkw mit Verbrennungsmotor gerechnet werden, sagte Wissmann. Dies würde sich in den nächsten Jahren nur geringfügig ändern. Deshalb sei die Politik gefordert, die Einführung von Elektroautos nicht allein dem Markt zu überlassen. Dabei dürfe aber nicht allein in nationalen Grenzen gedacht werden. Eine Zusammenarbeit auf europäischer Ebene sei notwendig, um die nationalen Strategien zu koordinieren und einen "Flickenteppich an Einzelregelungen" zu verhindern. Hier sollten alle Kräfte gebündelt werden, um die erforderliche globale Standardisierung zu erreichen
"Die Industrie bündelt dabei die Aktivitäten unter Führung der Automobilindustrie. Bis zum Spitzengespräch mit der Bundeskanzlerin am 3. Mai 2010 werden Bundesregierung und Wirtschaft - über die Geschäftsstelle Elektromobilität und den Lenkungsausschuss - eine Struktur für ein gemeinsames Arbeitsprogramm entwickeln", kündigte Matthias Wissmann an. Im Einzelnen gehe es um die Arbeitsfelder Antriebstechnologie und elektrische Energiespeicher.
Auf dem bis morgen dauernden zweitägigen Kongress diskutieren erstmals Entwicklungsvorstände der Automobilhersteller mit Vertretern der Energiewirtschaft und Zulieferern über die Fortschritte und Perspektiven der Elektromobilität. Neben Vorträgen und Seminaren gibt es eine umfangreiche Ausstellung. Dabei werden neueste Sicherheits- und Abgasemissionssysteme sowie Dienstleistungen ebenso gezeigt wie zahlreiche Fahrzeuge mit Elektroantrieb, vom Pkw über den Lastkraftwagen bis hin zu Bussen. (ampnet/jri)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 24.03.2010
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