Zahl der Ausbildungsverhältnisse im Kfz-Technikerhandwerk stabil

Die Entwicklung der Ausbildungsverträge verläuft im Kraftfahrzeuggewerbe positiver als im Gesamtmarkt. Das bestätigt der Bericht des Bundesministeriums für Bildung und Forschung bestätigt. Insge¬samt ergibt sich danach im Markt für Ausbildungsstellen 2005 eine Zahl von 550 000 neuen Ausbildungsverträgen. Das entspricht einem Rückgang um vier Prozent oder 22 800 Verträge. Im Kfz-Gewerbe sind dagegen - so ein Sprecher des Zentralverbands Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK) - die Neueinstellungen in den technisch geprägten Ausbildungsverhältnissen einschließlich des neuen Berufs Kfz-Servicemechaniker mit rund 21 300 Verträgen nahezu konstant.

Stolz ist das Kfz-Handwerk auf die erheblich niedrigeren Abbruchquoten. Der Anteil vorzeitig gelöster Ausbildungsverträge geht in allen Bereichen zurück, ist im Kfz-Technikerhandwerk jedoch deutlich niedriger als im Handwerk allgemein. Während im Jahr 2000 die Abbruchquote noch bei 27 Prozent lag, beendeten 2005 nur noch 20 Prozent der Lehrlinge im Kfz-Handwerk ihr Ausbildungsverhältnis frühzeitig. Dabei schnitt der neue Ausbildungsberuf Kfz-Mechatroniker mit einer Abbruchquote von 14,7 Prozent deutlich besser ab als etwa Maler und Lackierer mit 36 Prozent.

Die geringeren Abbruchquoten gingen einher mit einer besseren schulischen Vorbildung der Berufsbewerber. Etwa jeder zweite Berufsanfänger als Kfz-Mechatroniker verfügt über einen Abschluss, der mindestens der mittleren Reife entspreche.

Die Zahl außerbetrieblicher Ausbildungsverhältnisse ist - so der ZDK - nach wie vor steigend, ebenso die Zahl der potenziellen Berufsbewerber, die statt der dualen Ausbildung eine Ausbildung an einer weiterführenden Schule anstreben: In den vergangenen acht Jahren hat sich der Anteil der schulischen Berufsausbildung nahezu verdoppelt. Die beruflichen Pläne im Frühjahr 2004 von Abgängern allgemeinbildender Schulen zeigen, dass 60 Prozent der Realschüler an einer dualen Ausbildung interessiert waren, aber ein erheblicher und steigender Anteil auf weiterführende Schulen gehen wolle. Das duale System, betonte der Sprecher, sei jedoch eine wichtige Basis für die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der Branche. (ar/Sm) Letzte Änderung: 25.11.2006









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