ZDK-Präsident Rademacher sieht nur eine schwarze Null
Der ZDK-Präsident erneuerte vor Medienvertretern in Mannheim seine Forderung, für die kommenden Jahre 3,2 Millionen Fahrzeuge für Deutschland als den neuen "Normalmarkt" zu definieren. Die Branche werde andernfalls auch weiterhin beobachten, dass die Planungen zu ambitioniert seien und damit zu viele Autos für Deutschland produziert werden, die dann nur noch über hohe Rabatte verkauft werden könnten und so bei den Händlern die Rendite schmälern.
Die Zahl 3,2 Millionen begründete Rademacher im Wesentlichen mit zwei Argumenten. Auf der einen Seite sorge die wachsende Qualität der Fahrzeuge für einen sinkenden Ersatzbedarf, und auf der anderen Seite nähere sich der deutsche Markt der Sättigung. Mehr als ein Prozent Wachstum des Fahrzeugbestandes pro Jahr anzunehmen, sei daher nicht realistisch. Deswegen plädiere sein Verband dafür, "nicht mit zu hohen Zahlen an den Markt zu gehen".
Für das Jahr 2007 prognostizierte Rademacher für seine Branche eine "schwarze Null". 2006 habe die Rendite noch bei rund einem Prozent gelegen. Für die Mitgliedsbetriebe sieht Rademacher vor diesem Hintergrund schwere Zeiten, denn die meisten Hersteller verlangen von ihren Händlern große Investitionen. Das werde den Konzentrationsprozess beschleunigen. Zwar werde es nicht notwendiger Weise weniger Betriebsstätten, aber deutlich weniger Unternehmen geben. (ar/Sm) Letzte Änderung: 06.10.2007
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