Zetsche will aus der Krise stärker hervorgehen
Daimler - so Zetsche in dem Interview - werde sich in der jetzigen Situation darauf konzentrieren, die Kräfte zu bündeln, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Es gehe um Technologien, die die CO2-Emissionen reduzieren und den Kunden begeistern, und um neue Produkte, für die unverändert in erheblichem Maße Entwicklungsaufwendungen und Investitionen vorgenommen werden müssten. "Manche der Wettbewerber werden diese Kraft nicht haben." Zetsche hält es für die "optimistischste Perspektive, dass es Ende des Jahres beginnt, besser zu werden". Es werde aber eine "ganze Zeit" brauchen, bis "wir das Niveau von 2007 wieder erreichen".
Zetsche will die Produktpalette breiter anlegen. "Mit der Nachfolgegeneration der A- und B-Klasse werden wir auf einer Plattform vier deutlich unterschiedliche Fahrzeugtypen dem Markt anbieten, um damit die Chance einer erheblich höheren Stückzahl zu haben und gleichzeitig neue Kundengruppen zu gewinnen, die wir mit dem heutigen Produktprogramm nicht erreichen können."
Am Premiumanspruch will der Daimler-Chef festhalten. Unternehmen, die sich heute in Schwierigkeiten befänden, hätten in der Vergangenheit gern auf ihre hohe Stückzahlen verwiesen. "Ich glaube nicht, dass die Zahl produzierter und verkaufter Autos eine Indikation für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eines Unternehmens ist." Entscheidend sei das Geschäftsmodell. "Das unsere", so Zetsche, "basiert auf Premiumfahrzeugen, die per se eine bessere Wirtschaftlichkeit ermöglichen." (ar/Sm)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 29.04.2009
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