Zulieferer BBS stellt Insolvenzantrag

Der Autozulieferer BBS Kraftfahrzeugtechnik mit Sitz in Schiltach hat einen Insolvenzantrag gestellt. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, sei es nach dem Wegfall eines Großkunden zahlungsunfähig. BBS beschäftigt weltweit rund 1200 Mitarbeiter, davon 760 in Deutschland. Das Unternehmen wurde 1970 von Heinrich Baumgartner und Klaus Brand gegründet.

Der Konzernumsatz belief sich dem Unternehmen zufolge im Geschäftsjahr 2006 auf etwa 200 (Vorjahr: 189,8) Millionen Euro. Eine angestrebte Auffanglösung für die Beschäftigten sei gescheitert.

Die Krise hatte sich angedeutet: "Auf der Basis erster vorläufiger Berechnungen wird der Konzernjahresfehlbetrag über den einstelligen Millionenbereich (Vorjahr: -1,7 Millionen Euro) hinausgehen. Neben dem schwachen vierten Quartal wurde das Ergebnis erheblich von stark gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten sowie von Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen belastet", heißt es in einer Erklärung des Unternehmens vom 17. Januar. Der Felgenspezialist hatte versucht, mit einem Wechsel an der Spitze des Aufsichtsrates eine Wende zu erreichen. Der frühere baden-württembergische Wirtschaftsminister Walter Döring sollte Hans-Peter Hirner ablösen und den Konzern in neue Fahrwasser dirigieren. (ar/sb) Letzte Änderung: 06.02.2007









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