Im Urlaub konnten wir das Nissan Leaf Elektroauto als Mietwagen ausprobieren. Damit ist Automieten so einfach wie Einchecken. Mietdauer eingeben (ca. 12 Euro pro Stunde oder maximal 80 Euro am Tag), Kreditkarte durchziehen, Führerschein scannen, Schlüssel geben lassen. Das ganze wird organisiert von www.greencarhawaii.com, die in ausgesuchten Hotels Terminals aufstellen, an denen man das Auto mieten kann. Die Übergabe der Schlüssel erfolgt dann über das Hotelpersonal.
Die Einweisung in der Hotelgarage dauert genau eine Minute. Erste Überraschung: Der Nissan Leaf wird mit einem Knopfdruck gestartet, wie ein Laptop. Den Autoschlüssel benutzt man nur noch für die Zentralverriegelung. Beim Drücken auf Start ertönt eine lustige Fanfare und alle Anzeigen fangen an zu leuchten.
Die zweite Überraschung: Der Nissan Leaf fährt sich super leise. Man hört quasi nichts. Es ist mehr ein Gleiten als ein Fahren, obwohl der Nissan Leaf ohne zu zögern anzieht.
Unten rechts in der Fahrer-Konsole wird einem die Reichweite in Meilen angezeigt. Diese verändert sich je nach dem ob es zum Beispiel gerade bergauf oder bergab geht oder wie stark man beschleunigt. Dabei stellt sich so ein Akku-leer-Syndrom ein, dieses mulmige Gefühl, wie wenn man ahnt, dass das Handy bald ausgehen könnte. Das ist aber wahrscheinlich nur eine Frage der Gewöhnung, mit der Zeit lernt man, mit anderen Einheiten zu rechnen.
Wir fahren ca. 40 Meilen von Waikiki nach Keilua an der Küste entlang, hin und zurück, auf dem Rückweg steil durch die Berge. Am Ende haben wir noch 60% unserer Kapazität. Erfreulich ist bei einem Elektroauto, dass möglichst viel Energie eingespart wird. Schon durch die leichte Bauweise und die Energie-Rückgewinnung beim Bremsen. Die Rückgewinnung bzw. sparsame Fahrweise wird dem Fahrer auf einer Anzeige mit einem kleinem Baum angezeigt, der mehr oder weniger stark aufleuchtet je nach dem wie viel Energie gerade eingespart wird. Je sparsamer man fährt desto mehr Bäume werden einem angezeigt, was zugegebenermaßen Spaß macht und eine Art Gamification für Erwachsene ist. Bäume pflanzen beim Autofahren – grossartig.
Interessant ist, dass man über Internet oder Smartphone abfragen kann, ob das Fahrzeug schon fertig aufgeladen ist. Manche Modelle sind mit einem kleinem Solar-Panel ausgestattet, das aber nur die 12-Volt-Batterie lädt und unverständlicherweise nicht die Haupt-Akkus.
Nissan Leaf Erfahrungen
Insgesamt finde ich das Fahrtverhalten sehr geschmeidig und den Fahrkomfort großartig. Das Design ist Geschmacksache, mit steigender Nachfrage wird auch das Spektrum an unterschiedlichen Styles erweitert werden. Das Bewusstsein, ohne Emission unterwegs zu sein, ist jedenfalls toll.
Die Nissan Leaf Reichweite wird mit 160 Kilometer bzw. 100 Meilen angeben. Das haben wir jetzt nicht mit zum Schluss ausprobiert, könnte aber hinkommen. Eine Schnellladung kann in ca. 30 min durchgeführt werden und lädt den Akku wieder auf 80% auf. Dafür braucht man allerdings eine Steckdose für Elektroautos.
Nissan Leaf Abmessungen und Eigenschaften
| Länge | 4.450 mm |
| Breite ohne Spiegel | 1.770 mm |
| Höhe | 1.550 mm |
| Radstand | 2.700 mm |
| Spurweite vorne | 1.540 mm |
| Spurweite hinten | 1.535 mm |
| Gepäckraum | 330 Liter |
| Kofferraumvolumen bei umgeklappten Rücksitzen | 680 Liter |
| Gewicht | 1520 kg |
| Höchstgeschwindigkeit | 145 km/h |
| Elektromotor | 80 kW |














