Reifencheck

Rechtzeitig vor Beginn der Urlaubsreisezeit können Deutschlands Autofahrer ihre Reifen kostenlos checken lassen. In ca. 25.000 Prüfstellen führen im Juni Reifenprofis in Meisterbetrieben der Kfz-Innungen, beim Reifenfachhandel, bei Prüforganisationen und bei einigen Automobilclubs die Prüfungen durch. Alle Fahrer/innen von Pkws, Wohnmobilen und Kleintransportern können am ReifenCheck teilnehmen.

Aquaplaning Im Sommer die Aquaplaningfalle: Gewitterfronten mit starkem Regen sorgen für schlechte Sicht und hoher Aquaplaninggefahr. Wer jetzt nicht ausreichend Profil auf den Autoreifen hat, kommt schnell ins Schleudern.

Reifen sind die einzige Verbindung zur Straße und deswegen für die Verkehrssicherheit besonders wichtig. Ein professionell durchgeführter Reifencheck dauert ca. 10 Minuten - 10 Minuten für mehr Sicherheit!

Diese Verkehrssicherheitsaktion wird duch das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen gefördert und von Auto Club Europa (ACE), Automobil Club Verkehr (ACV), Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur Handwerk (BRV), Continental, Gesselschaft Technischer Überwachung (GTÜ), Ford, Kraftfahzeug Überwachungsorganisation (KÜS), Volkswagen und dem Deutschen Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) unterstützt.

Das besondere Augenmerk liegt 2004 auf der Profiltiefe. Nur im Rennsport, um die letzte Zehntelsekunde noch schneller sein zu können, sind profillose Reifen zugelassen. Auf deutschen Straßen ist eine Mindesprofiltiefe von 1,6 mm vorgeschrieben. Die gesetzliche Mindestprofiltiefe 1,6 mm - und da sind sich alle Verkehrsexperten einig - ist speziell auf nassen Straßen als Sicherheitsreserve deutlich zu gering. "Drei Millimeter sollten es schon sein", so Prof. Manfred Bandmann, Präsident des Deutschen Verkehrssicherheitsrat e.V., Bonn "nur dann kann der Reifen auf nassen Straßen ausreichend Wasser verdrängen und die Bodenhaftung beibehalten."

Je niedriger das Profil, desto größer die Aquaplaninggefahr. Denn bei Regen schiebt der Reifen quasi einen Wasserkeil vor sich her, der über die Profilrillen abgeleitet werden muss.

Aber nicht nur Profiltiefe, auch Luftdruck, Alter der Reifen, vorhandene Einfahrschäden oder einseitig abgefahrene Reifen bergen Gefahren. Die Reifen werden laufend den unterschiedlichsten Belastungen ausgesetzt und müssen häufig Höchstleistungen erbringen. Deswegen sollte jeder verantwortungsbewusste Autofahrer die Reifen seines Fahrzeuges regelmäßig überprüfen - im Idealfall alle vier Wochen oder bei jedem zweiten Tankstopp.

"Die Ergebnisse des ReifenCheck 2003 machten es deutlich: Knapp ein Drittel aller Reifen waren nicht einwandfrei", so Prof. Manfred Bandmann weiter. "Wer also das Angebot des DVR und seiner Partner annimmt, leistet einen Beitrag für die Sicherheit auf unseren Straßen".

8,0 mm 3,0 mm 1,6 mm
Im Stand 8 mm Reifenprofil
Deutlich sind die tiefen Profilrillen zu erkennen, über die das Wasser bei der Fahrt abgeleitet wird.


Nur im Stand sind bei 3 mm Profiltiefe kaum Unterschiede zum Neureifen auszumachen.


Einige Stellen sind schon blank, die Rillen unterbrochen. Hier staut sich beim Fahren das Wasser.
bei Tempo 70
Der neue Reifen verliert bei 70 km/h kaum Bodenkontakt. Die Rillen verdrängen das Wasser.

Es hat sich bereits ein Wasserkeil (oben) gebildet, der sich vorn unter den Reifen schiebt.

Große Gefahr: Der Wasserkeil schiebt sich fast unter die gesamte Auflagefläche des Reifens.
bei Tempo 100
Zu schnell. Die Rillen schaffen es nicht mehr. Nur seitlich und hinten besteht Bodenkontakt.

Nur noch seitlich Kontakt. Jede Brems- oder Lenkbewegung kann verhängnisvoll werden.

Die Reifen heben ab, das Auto schwimmt, es ist vom Fahrer nicht mehr zu kontrollieren.
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