ADAC-Skandal: Erste Ergebnisse nächste Woche

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte will Anfang nächster Woche die ersten Ergebnisse ihrer Untersuchung bekanntgeben. Zunächst erfolgt die Analyse der Leserwahl „Das Lieblingsauto der Deutschen 2014″, die den Stein ins Rollen gebracht hatte. Eine Woche später soll dann der Bericht zur Prüfung der Abstimmung in den Jahren 2005 bis 2013 vorgelegt werden. Ende des Monats will Delotte dann noch mitteilen, ob es auch in anderen Kategorien des Preises „Gelber Engel“ zu Fälschungen gekommen ist.
Der ADAC hat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit der Aufarbeitung und Untersuchung sämtlicher „Gelber Engel“-Verleihungen beauftragt. Zuvor hatten Recherchen der „Süddeutschen Zeitung“ ergeben, dass bei der diesjährigen Wahl des Lieblingsautos der Deutschen geschummelt worden ist. „ADAC Motorwelt“-Chefredakteur Michael Ramstetter musste vor knapp drei Wochen einräumen, die Zahl der Stimmen für das Siegerauto um das Zehnfache nach oben geschönt zu haben. Er ist inzwischen zurückgetreten und wollte mit der Manipulation offensichtlich über die extrem schwache Leserbeteiligung hinwegtäuschen . Auf die Rangfolge der Ergebnisse selbst habe die aber keinen Einfluss gehabt, beteuerte der ADAC bislang.

Damit kaschierte er die sehr schwache Leserbeteiligung. Er nahm sdes „Gelber Engel“ seit 2005 beauftragt. Das Team von Deloitte überprüft insbesondere die einzelnen Ergebnisse der Preisverleihungen, die Vorgehensweise bei der zugrunde liegenden Ermittlung und die kommunizierten Ergebnisse. Darüber hinaus wurde vereinbart, dass der Prüfauftrag bei Bedarf kurzfristig erweitert werden kann, um maximale Transparenz und Klarheit herzustellen. Die interne Revision des Automobilclubs unterstützt die Prüfer vollumfänglich. (ampnet/nic)

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ADAC-Preis „Gelber Engel“: Zum Lieblingsauto der Deutschen wurde 2014 der VW Golf gewählt.

Foto:
Auto-Medienportal.Net/ADAC

ADAC-Preis „Gelber Engel“: Zum Lieblingsauto der Deutschen wurde 2014 der VW Golf gewählt.


Beitrag zuletzt aktualisiert am 5. Februar 2014

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