Detroit 2014: Beim Kia GT4 Stinger macht der Motor die Musik

Kia ruft auf der NAIAS in Detroit (- 26.1.2014) ruft mit einer Studie die Zeit der erschwinglichen Sportwagen in Erinnerung: Der mit Blick auf den US-Markt konzipierte GT4 Stinger eröffnet Perspektiven für einen heckgetriebenen, 2+2-sitzigen Sportwagen und stammt vom kalifornischen Designteam der Marke.
Das Konzeptfahrzeug wurde durch den sportlichen Erfolg der Marke in der US-Rennserie „Pirelli World Challenge“ beflügelt, wo sich in der GTS-Klasse 2012 und 2013 jeweils zwei Kia Optima in den Top Ten platzierten und Kia 2013 der zweiterfolgreichste Hersteller in dieser Klasse war. Der GT4 verzichtet bewusst auf die luxuriöse Aufmachung und soll vor allem unmittelbare Fahrfreude vermitteln.

Unter der Motorhaube der Studie steckt eine leistungsoptimierte Version des 2,0-Liter-Turbobenziners mit vier Zylindern, Direkteinspritzung und 232 kW / 315 PS. Die Rennversionen des Kia Optima verfügen über den gleichen Motortyp, der mehr als 294 kW / 400 PS mobilisieren kann. Ein eng abgestuftes Sechs-Gang-Schaltgetriebe leitet die Motorkraft an die Hinterräder. Die speziell angefertigten 20-Zoll-Aluminiumfelgen mit Zentralverschluss verfügen über Carbon-Einsätze, die die Stabilität erhöhen und das Gewicht reduzieren. 15 Zoll große, zweiteilige und gelochte Bremsscheiben (Brembo Gran Turismo) sorgen in Kombination mit Vierkolben-Bremssätteln für eine optimale Verzögerung. Die Zahnstangenlenkung ist zugunsten einer direkten Rückmeldung kurz übersetzt.

Die Studie im Farbton „Ignition Yellow“ ist 4,31 Meter lang und 1,25 Meter hoch.Das Gewicht von nur 1304 Kilogramm ist nahezu gleichmäßig auf Vorder- und Hinterachse verteilt (52 Prozent vorn, 48 Prozent hinten). Kernmerkmale der Karosserie sind die lange Motorhaube und die gläserne Heckklappe.

Der typische Kia-Kühlergrill befindet sich beim GT4 Stinger dicht über dem Boden, um eine maximale Belüftung des Motorraums sicherzustellen. Er ist mit einem weißen Lichtband eingefasst. Unterhalb des Stoßfängers sorgt ein Frontsplitter aus Carbon für den optimalen Anpressdruck der Vorderreifen.In den A-Säulen befinden sich schlitzförmige Aussparungen, die nicht nur das Fahrzeuggewicht reduzieren, sondern die Säulen auch transparent machen. Damit hat der Fahrer einen Blickwinkel von mehr als 270 Grad.

Am Heck verbreitert sich die Karosserie aufgrund der voluminösen Kotflügel, die die mächtigen 275er Reifen erfordern. Unter der gläsernen Heckklappe befindet sich ein Stauraum sowie die Verstrebung der hinteren Federbeindome. Die beiden Endrohre sind in den hinteren Stoßfänger integriert. Die hakenförmig geschwungenen Rücklichteinheiten oberhalb der Endrohre werden indirekt beleuchtet: durch LEDs, die unter einer schwarzen Blende verborgen sind.

Der Innenraum präsentiert sich betont praktisch. Statt eines Teppichs findet sich auf dem Boden unter den Aluminium-Pedalen eine Gummimatte. Das Zentrum des Cockpits bilden das unten abgeflachte Lenkrad und die von roten LEDs beleuchtete Instrumenteneinheit mit großem Tachometer und Ganganzeige. In Anlehnung an Sport- und Rennwagen früherer Zeiten werden die Türen von innen nicht mit Türgriffen geöffnet, sondern durch den Zug an einer Schlaufe, die mit roten Nähten verziert ist. Die Kia-Designer verzichteten beim GT4 Stinger sogar auf eine Musikanlage, damit der Fahrer voll und ganz dem Motorgeräusch und Auspuffklang lauschen kann. (ampnet/jri)

Bilder zum Artikel

Kia GT4 Stinger.

Foto:
Auto-Medienportal.Net/Manfred Zimmermann

Kia GT4 Stinger.

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Beitrag zuletzt aktualisiert am 14. Januar 2014

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