Hyundai schlägt ein neues Kapitel auf

Hyundai will 2014 ein neues Kapitel in der Firmenhistorie und insbesondere in Europa aufschlagen. Schon im Januar soll es mit der Rückkehr in den Motorsport und dem Debüt des i20 WRC bei der Rallye Monte Carlo losgehen. Kurz zuvor wird die Luxuslimousine Genesis in Detroit ihre Premiere feiern und erstmals auch nach Europa kommen. In Genf soll dann das erste Konzeptfahrzeug aus der Hand von Chefdesigner Peter Schreyer die Richtung der künftigen Markenentwicklung vorgeben. Aus dem Engagement im Rallyesport soll zudem eine eigene High-Performance-Linie der Serienfahrzeuge namens „N“ auf die Räder gestellt werden.
21 neue Modelle und Derivate will Hyundai nach dem jüngsten i10 in den kommenden vier Jahren auf den Markt bringen. Längst versteht man sich auch als europäischer Hersteller. In Rüsselsheim gibt es ein Motoren- und Fahrzeugentwicklungszentrum, am Nürburgring ein Testcenter und 90 Prozent der in Europa verkauften Autos kommen aus den beiden Werken in der Türkei und in der Tschechischen Republik. Der europäische Marktanteil hat sich in den vergangenen sechs Jahren auf 3,5 Prozent verdoppelt, 2020 soll eine fünf vor dem Komma stehen.

Markentreue Kunden hat Hyundai bereits, die vor allem vom Design der Fahrzeuge angezogen werden, wie Marktforschungen ergeben haben. Nun haben sich die Koreaner die Stärkung des Images auf die Fahnen geschrieben. Dazu soll nicht zuletzt nach zehn Jahren Pause die Rückkehr in den Rallyesport gehören. Die erst vor einem Jahr gegründete Hyundai Motorsport GmbH aus Alzenau sieht 2014 erst einmal als „Lehrjahr“, wie Teamchef Michel Nandan heute bei der Präsentation des Rallyeautos und der Fahrer in der Offenbacher Europazentrale von Hyundai sagte. Mit Thierry Neuville und Nicolas Glisoul, Juho Hänninen und Tomi Tuominen, Dani Sordo und Marc Marti sowie Chris Atkinson und Stéphane Prévot verfügt Huyndai aber schlagkräftige Fahrerpaarungen. Hauptpartner wird Shell sein. Der i20 WRC ist mit einem 200 kW / 300 PS starken 1,6-Liter-Motor ausgerüstet, der seine 400 Newtonmeter Drehmoment an alle vier Räder abgibt. Neben der Aufwertung der Marke soll das motorsportliche Engagement auch in sportliche Serienfahrzeuge münden, die als zusätzliche Typenbezeichnung ein N erhalten.

Auf Allrad setzt auch der nächste Genesis. Er feiert seine Premiere im Januar auf der Autoshow in Detroit und soll Hyundai in der Oberklasse positionieren. Versprochen werden viel Luxus und neue Technologien. Das Hyundai – hierzulande inzwischen zweitstärkster Importeur – immer noch eine relativ junge Marke ist, zeigt sich in der Zurückhaltung in Sachen Genesis und Deutschland. Er wird zwar auch im Land der Premiumhersteller angeboten werden, es soll aber zunächst bei einem begrenzten Kontingent bleiben.

Intrado nennt sich das Konzeptauto das Hyundai mit nach Genf bringen wird. Der Name verweist auf die Flügelunterseite von Flugzeugen und deren Auftriebsfunktion, Er symbolisiert moderne Technik, Leichtigkeit und Effizienz. So besteht die Leichtbau-Karosserie des Intrado aus verschiedenen modernen Materialien, die auf neue Weise miteinander verbunden sind. Als Antrieb dient die Brennstoffzellentechnik aus dem ix35 Fuel Cell, den Hyundai bereits in Kleinserie fertigt. (ampnet/jri)

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Beitrag zuletzt aktualisiert am 10. Dezember 2013

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