Im Slot: Der einzige grüne 69er-Mustang

Modellbeständigkeit ist im Slotcar-Bereich mittlerweile zur Ausnahme geworden. Dazu gehört Scalextric. So führen die Briten seit mehreren Jahren neben dem Chevrolet Camaro auch den Ford Mustang Boss 302 von 1969 im Programm. In diesem Jahr liegt mit dem Trans-Am-Renner von Mike Folsom aus dem Jahr 1972 ein besonders attraktives Modell vor. Das Fahrzeug von „Libra International Racing“ ist in Grabber Green lackiert. Es soll sich um den einzigen Wagen in dieser Farbe handeln, der je das Werk verlassen hat. Folsom musste sich allerdings Anfang der 70er-Jahre immer mit Plätzen im hinteren Teilnehmerfeld begnügen. Der Wagen wurde Ende der 90er Jahre restauriert und wird von seinem heutigen Besitzer in der historischen Trans-Am eingesetzt. Dort fährt der Wagen allerdings ohne den Heckspoiler des Modells und auch mit einem schwarzen statt verchromten Kühlergrill.
Der Ford Mustang mit der Nummer 25 gefällt vor allem durch seine Lackierung, wobei das Grün einen schönen Kontrast zu den schwarzen Streifen auf der Motorhaube und den vorderen Kotflügeln sowie dem schwarzen Kofferraumdeckel bildet. Neben der originalgetreuen Bedruckung fällt vor allem das Cockpit auf. Die Fahrerfigur ist voll ausgeführt und trägt einen stilechten Jethelm. Instrumente sind allerdings nicht angedeutet, dafür gibt es aber einen klassischen Schalthebel auf dem Mitteltunnel. Silberfarben abgesetzte Türgriffe und Fensterrahmen sowie die korrekt platzierten Aufkleber verleihen dem Modell eine hohe Authentizität. Gleiches gilt für den galoppierenden Mustang im Kühlergrill und die fein ausgeführten Felgen. Nicht ganz mithalten können da die Luftschlitze an der Front vor den Kotflügeln, da sie einfach in Wagenfarbe geblieben sind. Sie lassen sich aber leicht schwarz anmalen. Wer auch das Interieur noch etwas verfeinern möchte, hat leichtes Spiel. Es ist nur in zwei Plastikhaken eingeklinkt und lässt sich leicht herausnehmen. Das war in der Vergangenheit bei Sclextric nicht immer so gut gelöst.

Im Serientrimm ist der Magnet an der hinteren von drei Positionen eingebaut und flitzt der Boss wie der geölte Blitz über die Bahn. Das wirkt recht unnatürlich, zumal im Grenzbereich keine Fehler toleriert werden. Deutlich mehr Fahrfreude kommt auf, wenn der Magnet nach vorne gesetzt wird. Der Mustang neigt nun in schnellen Kurven zu recht gut kontrollierbaren Drifts und ist immer noch recht schnell unterwegs. Richtig Spaß kommt dann ganz ohne Hafthilfe auf. Das nötige Feingefühl am Drücker vorausgesetzt, gleitet der Scalextric-Mustang mit angemessenem Tempo und hin und wieder gutmütig ausbrechendem Heck über die Plastikpiste. Dabei erweist sich das Modell als relativ leise und reagiert angenehm ruhig auf Geschwindigkeitserhöhungen.

Fazit: Optik und Technik sorgen dafür, dass man schnell Freundschaft mit dem Ford schließt und wir am Ende doch etliche Runden mehr drehten als eigentlich geplant. (ampnet/jri)

Bilder zum Artikel


Beitrag zuletzt aktualisiert am 4. Dezember 2013

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*