Ratgeber: Im Herbst steigt das Unfallrisiko

Kurze Tage, lange Nächte. Im Herbst steigt das Unfallrisiko im Straßenverkehr rapide. Die Polizei registrierte im vergangenen Jahr von Oktober bis Dezember jeweils mehr als 210 000 Unfälle. Die Ursachen: Nebel, Nieselregen, schlechte Sicht in der frühen Dunkelheit, rutschige Straßen durch nasses Laub und erster Bodenfrost. „Da hilft nur eines: Geschwindigkeit drosseln und den Witterungsverhältnissen anpassen, denn auf verschmutzten Straßen verlängert sich der Bremsweg drastisch“, sagt Hans-Ulrich Sander, Kraftfahrtexperte von TÜV Rheinland. Während auf trockener Fahrbahn das Auto bei 100 km/h nach rund 35 bis 40 Metern zum Stehen kommt, kann sich der Wert auf nasser, durch Laub verschmutzter Fahrbahn verdreifachen. Außerdem verschwinden unter der Blätterdecke Hindernisse wie tiefe Schlaglöcher.
Im Bereich der Ein- und Ausfahrten von Feldern müssen Verkehrsteilnehmer darüber hinaus mit stark verschmutzten Fahrbahnen durch landwirtschaftliche Fahrzeuge rechnen. Bei Regen verwandeln Erdklumpen die Straßen in Rutschbahnen, die besonders Roller- und Motorradfahrern zum Verhängnis werden können, warnt TÜV Rheinland. Äußerste Vorsicht ist nachts bei Feuchtigkeit und Temperaturen um den Gefrierpunkt geboten. Besonders auf Brücken oder in Waldschneisen lauern Gefahren durch Bodenfrost, denn Brücken werden von oben und unten gleichzeitig gekühlt. Im Wald können dann schon Minusgrade herrschen, so dass sich auf der Piste eine tückische Reifschicht bilden kann.

Im Herbst muss der Autofahrer sein Auto zudem auf Winterreifen umstellen. Hier gilt die sogenannte O-bis-O-Regelung: Von Oktober bis Ostern sollte der Wagen mit Winterreifen ausgestattet sein. Sie sind in der kalten Jahreszeit unerlässlich, da Sommerreifen auf verschneiten Flächen schnell die Bodenhaftung verlieren.

Für Durchblick bei Schmuddelwetter empfiehlt es sich, die Scheinwerfer regelmäßig zu reinigen sowie die Wischblätter der Scheibenwischer zu kontrollieren und gegebenenfalls auszutauschen. Die Windschutzscheibe sollte auch vom inneren Schmierfilm, der gerade bei Dunkelheit Lichtreflexe hervorruft, befreit werden. (ampnet/jri)

Bilder zum Artikel


Beitrag zuletzt aktualisiert am 26. Oktober 2013

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*