Start in die Wintersport-Saison mit Allradantrieb

Mercedes-Benz startete auch dieses Jahr wieder mit einen geballten Portion Allradantrieb auf Schnee und Eis in die Wintersport-Saison. Rund 60 Modelle der Stuttgarter können inzwischen mit dem Allradantrieb 4Matic bestellt werden. Aber dieser Winterauftakt im Tiroler Hochgurgl gehörte den Kompakten der A-Klasse, der B-Klasse und dem CLA mit dem Allradantrieb mit querliegendem Frontmotor und standardmäßigem Frontantrieb. Aber auch der neue Sprinter in der 4×4-Version bekam seinen Auftritt.
Zur neuen 4Matic gehören der in das automatisierte Doppelkupplungsgetriebe 7G-DCT integrierte Nebenantrieb zur Hinterachse und das Hinterachs-Getriebe mit integrierter, elektronisch gesteuerter, hydraulisch arbeitender Lamellenkupplung. Damit können die Antriebsmomente vollvariabel zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt werden. Das mit 70 Kilogramm im Vergleich zu den Wettbewerbern geringe Systemgewicht und ein hoher Wirkungsgrad sind Vorteile dieser Konstruktion.

Das geringe Systemgewicht ist nicht nur auf die „Power Take-off Unit“ (PTU) zurückzuführen. Das kompakte Hinterachs-Getriebe, die induktiv gehärteten gewichtsoptimierten Hinterachs-Seitenwellen und optimierte Gelenkwellen gehören zu den weiteren Diätmaßnahmen. Im Vergleich zu den Allradversionen der Wettbewerber liegt das Systemgewicht dieser 4Matic bis zu 25 Prozent niedriger.

Für die vollvariable Momentenverteilung sorgt die in das Hinterachs-Getriebe integrierte, hydraulisch betätigte Lamellenkupplung. Grundsätzliches Prinzip: Ist die Lamellenkupplung offen, treibt ausschließlich die Vorderachse das Fahrzeug an. Bei geschlossener Kupplung kommt die Hinterachse ins Spiel. Allerdings können die Antriebsmomente situationsabhängig vollvariabel zwischen Vorder- und Hinterachse verschoben werden (Torque on demand bis zu 50 Prozent für die Hinterachse).

Wenn es die Randbedingungen erlauben, fahren die allradgetriebenen Kompaktmodelle im besonders wirtschaftlichen Frontantriebmodus. Sobald die Fahrsituation es erfordert, wird ein situationsgerechtes Antriebsmoment an der Hinterachse eingeregelt. Umgekehrt geht es natürlich genauso schnell: Sobald ein zusätzliches Antriebsmoment an der Hinterachse nicht mehr nötig ist – beispielsweise bei starken Bremsmanövern mit ABS-Eingriff – wird der hintere Antriebsstrang abgeschaltet. Bei drohendem Unter- oder Übersteuern unter Last wird zunächst das Antriebsmoment so verteilt, dass sich das Fahrzeug stabilisiert. Erst wenn diese Maßnahmen nicht zu einer Beruhigung führen, greifen die auf die 4Matic-Bedingungen adaptierten Regelsysteme und halten das Fahrzeug per einseitgem Bremseneingriff auf Kurs.

Die Momentenverteilung ist auch abhängig von dem aktivierten Schaltprogramm des Doppelkupplungsgetriebes. Für das Programm „Eco“ erfolgt die Momentenverteilung eher konservativ. Die Hinterachse wird weniger angesteuert, das Fahrverhalten wirkt sanfter und unterstützt die ökonomische Fahrweise bei niedrigeren Drehzahlen. In den Modi „Sport“ oder „Manuel“ werden die Aktivierungszeiten verkürzt und im Sinne einer dynamisch-sportlichen Fahrweise wird mehr Antriebsmoment zur Hinterachse geleitet.

Die ab März auszuliefernden Mercedes-Benz GLA mit 4Matic besitzen ein Offroad-Fahrprogramm. In diesem Modus werden die Getriebeschaltpunkte und Gaspedalkennlinien zusätzlich so angepasst, dass die Anforderungen von Fahrten durch leichtes Gelände erfüllt werden können. Bei den AMG-Versionen von A- und CLA-Klasse erfolgt die Adaption der 4Matic-Steuerung dem Drei-Stufen-ESP.

Der GLA war aber auf dem verschneiten und vereisten Timmelsjoch, einem mehr als 2500 Meter hohen Pass nach Italien, noch nicht dabei, dafür aber erstmals auch leichte Nutzfahrzeuge wie der Mercedes-Benz Sprinter 4×4. Der ist kein Allrad-Transporter für den Boulevard. Seine Terrains heißen Baustelle und Gebirge, schneereiche Regionen und Naturlandschaften. Sein Allradantrieb ist per Tastendruck zuschaltbar. Danach übernimmt die elektronische Traktionsregelung 4ETS das Regiment. Der Allradantrieb ist ins serienmäßige elektronische Stabilitäts-Programm ESP integriert.

Auf Wunsch gibt es den Sprinter 4×4 jetzt in Verbindung mit einer „Downhill Speed Regulation“ (DSR). Sie stellt sicher, dass bei Bergabfahrt eine vorgewählte Geschwindigkeit konstant gehalten wird. Dies wird durch ein Zusammenspiel von Motor, Getriebe sowie gezielten Bremseingriffen möglich. DSR wird über eine Taste im Cockpit aktiviert. Optional stattet Mercedes-Benz den Sprinter 4×4 außerdem mit einer Berganfahrhilfe aus. Auch besonders grobstollige Geländereifen können ab Werk montiert werden. (ampnet/Sm)

Bilder zum Artikel


Beitrag zuletzt aktualisiert am 7. Dezember 2013

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*