Volkswagen Golf R: Ab in den Schnee

Mit 221 kW / 300 PS ohne Elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP) kontrolliert quer zur Fahrtrichtung driften: Für den bislang stärksten Serien-Golf ist das eine leichte Übung. Volkswagen stellte den Golf R jetzt im Rahmen eines Fahrtrainings in Schweden vor. Das Terrain: ein zugefrorener See in Arvidsjaur am Polarkreis. Mit dabei: Konzernchef Martin Winterkorn.
Er hatte mit Entwicklungschef Heinz-Jakob Neußer, Audi-Chef Rupert Stadler und Audi-Entwicklungschef Ulrich Hackenberg sowie Porsche-Boss Matthias Müller und seinem Technik-Vorstand Wolfgang Hatz gleich mehrere Führungskräfte des Konzerns mitgebracht. Die Idee, Modelle mehrerer Konzernmarken einem Intensiv-Test in der Kälte zu unterziehen wurde vor ein paar Wochen in Detroit geboren. Im Mittelpunkt aber stand ein Wolfsburger: der neue Golf R.

Minus 24 Grad Celsius und die Gewissheit, dass bei einem Fahrfehler nichts kaputt gehen kann: In Nord-Schweden testen Europas Automobilhersteller fernab der Zivilisation in absoluter Abgeschiedenheit gerne ihre neuesten Errungenschaften auf Herz und Nieren. Auch der Golf R wurde hier vor geraumer Zeit technisch verfeinert. Nun endlich zum Serienmodell gereift, zeigte der sportliche Wolfsburger, was in ihm steckt.

„Wir haben viel am Motor gearbeitet, um ihn standfest und vor allen Dingen leichter zu machen“, erklärte Heinz-Jakob Neußer. Gewichtsreduzierung, kombiniert mit neuen technischen Entwicklungen, wie einen komplett überarbeiteten Zylinderkopf und effektiveres Thermo-Management des Vierzylinders der Baureihe EA888 sorgen für einen wesentlich geringeren Durchschnittsverbrauch im Vergleich zum Vorgänger. 6,9 Liter auf 100 Kilometer Fahrstrecke sind möglich. Damit ist der neue Golf R um rund 1,5 Liter sparsamer. Innerhalb der Golf-Baureihe ist der „R“ ein eigenständiges Produkt. Für das sportliche Design im Exterieur und die sportlichen Gene zeichnet die R-GmbH in Warmenau verantwortlich.

Der neue Golf R ist die Speerspitze der siebten Golf-Generation und eine gelungene Kombination aus alltagstauglichem Familienauto und rassigem Sportwagen. Allein schon die Auswahl der verschiedenen Fahrprofile von komfortablem „Eco“ mit weicher Abstimmung bis hin zum brutal harten Profil „Race“ – für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Und wie fährt er sich? Auf dem Eis-See in Schweden stehen dem Fahrer jederzeit genug Kraft und Drehmoment zur Verfügung, um in jeder Lage den richtigen Driftwinkel zu erreichen. „Ich würde mir wünschen, dass wir den Golf R im Rahmen unserer Vorbereitungen für die Rallye-Läufe, wenn wir die Strecken im Vorfeld abfahren, bekommen würden. Das wäre klasse“, scherzte Rallye-Weltmeister Sébastien Ogier am Rand der Veranstaltung. Der Volkswagen-Pilot kam mit nach Schweden, um zu zeigen, wie das Querfahren richtig funktioniert. (ampnet/tw)

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VW Golf R im hohen Norden Schwedens: Konzernchef Prof. Dr. Martin Winterkorn (l.) und V-Entwicklungsvorstand Heinz-Jakob Neußer.

Foto:
Auto-Medienportal.Net/Volkswagen

VW Golf R im hohen Norden Schwedens: Konzernchef Prof. Dr. Martin Winterkorn (l.) und V-Entwicklungsvorstand Heinz-Jakob Neußer.

VW Golf R mit Hans-Joachim Stuck (l.) und Rallyeweltmeister Sébastian Ogier.

Foto:
Auto-Medienportal.Net/Volkswagen

VW Golf R mit Hans-Joachim Stuck (l.) und Rallyeweltmeister Sébastian Ogier.

Vorstände mit VW Golf R im Schnee (von links): Wolfgang Hatz, Heinz-Jakob Neußer, Martin Winterkorn, Matthias Müller, Rupert Stadler und Ulrich Hackenberg.

Foto:
Auto-Medienportal.Net/Volkswagen

Vorstände mit VW Golf R im Schnee (von links): Wolfgang Hatz, Heinz-Jakob Neußer, Martin Winterkorn, Matthias Müller, Rupert Stadler und Ulrich Hackenberg.

Führungsmanagement im Schnee (von links): Porsche-Vorstandsvorsitzender Matthias Müller mit Entwicklungschef Wolfgang Hatz, VW-Entwcklungsvorstand Heinz-Jakob Neußer und Konzernchef Martin Winterkorn sowie Audi-Entwicklungschef Ulrich Hackenberg und Audi-Vorsitzender Rupert Stadler.

Foto:
Auto-Medienportal.Net/Volkswagen

Führungsmanagement im Schnee (von links): Porsche-Vorstandsvorsitzender Matthias Müller mit Entwicklungschef Wolfgang Hatz, VW-Entwcklungsvorstand Heinz-Jakob Neußer und Konzernchef Martin Winterkorn sowie Audi-Entwicklungschef Ulrich Hackenberg und Audi-Vorsitzender Rupert Stadler.


Beitrag zuletzt aktualisiert am 24. Januar 2014

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