Volkswagen verleiht erstmals „Think Blue“-Awards

Die Forschung- und Entwicklungsabteilung von Volkswagen hat erstmals Mitarbeiter mit dem „Think Blue. Engineering.“-Award ausgezeichnet. Der Preis wird für Projekte verliehen, die einen bedeutenden Beitrag zu Klimaschutz, Ressourcenschonung und Gesundheitsschutz leisten. Er setzt die Tradition des Internen Umweltpreises von VW fort.
In der Kategorie „Produkt“ nahm Martin Hofmann aus der Elektrik-/ Elektronikentwicklung einen Award für die Entwicklung des „Think Blue“-Trainers“ entgegen. Dieses Tool hilft dabei, möglichst sparsam, vorausschauend und ökologisch zu fahren. Dazu analysiert und bewertet der Trainer die Nutzung von Gaspedal, Bremse und Schaltung und leitet daraus Tipps für eine effiziente Fahrweise ab. Das System schont nicht nur den Geldbeutel des Fahrers, sondern senkt auch Verbrauch und CO2-Ausstoß der VW-Flotte insgesamt.

Ein weiterer Award in der Kategorie „Produkt“ ging an das Entwicklerteam um Felix Horstmann aus der Aufbauentwicklung. Entwickelt wurde die erstmals im neuen Golf eingesetzte Klimakomfortscheibe, die die Vorteile der konventionellen Drahtheizung mit denen der Dämmglasscheibe vereint, aber ohne Drähte in der Scheibe auskommt. Durch die hauchdünne, elektrisch leitende Beschichtung lassen sich Fahrzeugscheiben beheizen. Beschlagen wird verhindert, Abtauen beschleunigt. Zudem reflektiert die Beschichtung Sonnenstrahlen und verringert somit das Aufheizen des Fahrzeuginnenraums. Die Klimaanlage muss daher weniger Leistung zum Kühlen aufbringen, was den Kraftstoffverbrauch senkt.

Volker Cornelius und Dr. Axel Groenendijk aus der Aggregateentwicklung erhielten den Preis für ihre Entwicklung eines variablen Ventiltriebs mit Nockenwellensteller, der im Modularen Diesel-Baukasten zum Einsatz kommt. Er ermöglicht eine hochwirksame Verdichtung während des Kaltstarts und eine besonders emissionsarme Verbrennung.

In der Kategorie „FE-Betrieb“ wurde die Regensimulationsanlage ausgezeichnet, die in der Fahrzeugerprobung genutzt wird. Thorsten Werner nahm den Preis dafür entgegen. Die Anlage simuliert Sprühregen ebenso realitätsnah wie einen Wolkenbruch, benötigt aber nur noch ein Tausendstel der ursprünglichen Wassermenge. Anders als bei alten Anlagen wird das Wasser nun aufbereitet, um es anschließend wieder dem Wasserkreislauf zuzuführen.

Ulrich Eikmeier erhielt einen „FE-Betriebs“-Award für zwei Verbesserungen des Klimawindkanals. Er entwickelte neue Verschlusskappen für die Druckausgleichsöffnung, die bedarfsgerecht arbeiten. Dadurch entweicht weniger Luft aus der beheizten Halle. Außerdem konnten die Umwälzpumpen der Windkanalkühler mit Drehzahlregelungen ausgerüstet werden, die den Energieverbrauch senken.

Der Sonderpreis für persönliches Engagement ging an Hartmut Hellwig, der das Recycling von Holz, Styropor sowie Schaumstoff und alten Arbeitsschuhen vorangetrieben hat. Dadurch leistete er einen Beitrag zur Verringerung des Abfallaufkommens.

Die Kategorien und Bewertungskriterien orientieren sich eng an den Umweltzielen der Technischen Entwicklung. Jedes Fahrzeug soll über den gesamten Lebenszyklus hinweg bessere Umwelteigenschaften aufweisen als sein Vorgänger und darüber hinaus in seiner Klasse Maßstäbe setzt. Jede neue Fahrzeuggeneration soll 10 bis 15 Prozent effizienter sein als das Vorgängermodell. Zudem hat sich Volkswagen vorgenommen, das verbrauchsgünstigste und umweltfreundlichste Modell in jedem Segment zu entwickeln und anzubieten. Bis 2018 will die Forschung und Entwicklung bei VW bei wichtigen Kennzahlen wie Energieverbrauch, Abfallaufkommen, Emissionen, Wasserverbrauch und CO2-Ausstoß um ein Viertel umweltfreundlicher werden. (ampnet/jri)

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Beitrag zuletzt aktualisiert am 23. Dezember 2013

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