WRC-Lauf in Deutschland: Hyundai erstmals vorn

Drama in den Weinbergen an der Mosel: Volkswagen dominierte die Rallye Deutschland zunächst und holte nach zwei harten Rückschlägen am Ende einen dritten Platz. Andreas Mikkelsen sicherte sich mit dem dritten Podestplatz seiner Karriere wichtige Punkte in der Fahrerwertung. Zuvor schieden die beiden Volkswagen-Top-Fahrer Sébastien Ogier und Jari-Matti Latvala, jeweils klar in Führung liegend, nach Unfällen aus. Die beiden Piloten und ihre Co-Piloten blieben dabei unverletzt.
Der Rallyesport zeigte sich beim neunten WM-Lauf in den Weinbergen rund um Trier wieder einmal von seiner brutalen Seite. Von Beginn an dominierten Sébastien Ogier und Jari-Matti Latvala das Geschehen, fuhren in ihrer eigenen Liga. Rund eine Minute Vorsprung hatten die beiden Polo R WRC vor dem Rest des Feldes. Bis das Drama am Sonnabend auf der achten Wertungsprüfung „Peterberg 1“ seinen Lauf nahm.

Sébastien Ogier landete bei hoher Geschwindigkeit nach einer Sprungkuppe falsch auf der Straße, verlor die Kontrolle und krachte in eine Leitplanke. Dabei blieben der Franzose und sein Beifahrer Julien Ingrassia unverletzt. Der Polo jedoch wurde aber so stark beschädigt, dass er innerhalb der vorgeschriebenen drei Stunden nicht mehr repariert werden konnte. „Wir waren im sechsten Gang auf einer langen Geraden unterwegs. Dann kam ein leichter Rechtsknick über eine Kuppe. Der Sprung war etwas weiter als gedacht, bei der Landung ist das Heck ausgebrochen und ich habe die Kontrolle über das Auto verloren. Am Wichtigsten war in dem Moment, dass Julien und ich realisiert haben: Wir sind beide wohlauf“, resümierte Ogier nüchtern.

Am Sonntag kam das vorzeitige Aus für Jari-Matti Latvala. Der Finne rutschte auf der WP „Dhrontal 1“ von der Piste und anschließend einen Weinberg hinunter. Damit war der zweite Polo R WRC in Führung liegend ausgefallen. Ironie des Schicksals: Auch 2013 hatte der Lauf in Deutschland kein glückliches Ende für Volkswagen. Auch damals schieden beide Polo in Führung liegend aus.

Für WRC-Neuling Hyundai war der Lauf in Trier ein erster großer Erfolg. Thierry Neuville und Dani Sordo profitierten von den VW-Ausfällen und holten sich einen hart erkämpften Doppelsieg an der Mosel. Es ist der erste Gesamtsieg für die Mannschaft aus Alzenau. Elfyn Evans sicherte mit dem vierten Rang Punkte für das Team von Ford.

Die Titelentscheidung in der Hersteller-Weltmeisterschaft wurde durch dieses Resultat auf den kommenden Lauf in Australien verschoben, da Citroen mit dem sechsten Platz von Mads Ostberg noch eine theoretische Chance hat. Allerdings ist das mehr als unwahrscheinlich. Zu dominant war das Team von Volkswagen bisher in dieser Saison. Vor der Rallye in Deutschland setzten die Wolfsburger mit zwölf Siegen in Folge bei den vergangenen WM-Läufen eine neue Bestmarke in der Rallye-Historie auf.

Was bleibt, ist die Überzeugung, dass auch im vergangenen Jahr nach den Ausfällen auf dem WRC-Lauf in Deutschland am Ende der Saison alle drei Weltmeister-Titel an Volkswagen gingen. Dass sich dieses Szenario 2014 wiederholt, gilt aufgrund der aktuellen Punkteverteilung als sicher. Der WM-Sieg bei den Fahrern ist schon sicher. Nur wer ihn holt, Latvala oder Ogier, ist offen. (ampnet/tw)

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Thierry Neuville mit Beifahrer Nicolas Gilsoul.

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Hyundai i20 WRC.

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WRC-Lauf in Deutschland: Jari-Matti Latvala.

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WRC-Lauf in Deutschland: Jari-Matti Latvala.

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WRC-Lauf in Deutschland: Jari-Matti Latvala.

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WRC-Lauf in Deutschland: Jost Capito.

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WRC-Lauf in Deutschland: Andreas Mikkelsen.

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Kris Meeke im Citroen DS3 WRC.

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Beitrag zuletzt aktualisiert am 25. August 2014

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