Seit über 75 Jahren steht der Unimog Geländewagen wie kein anderes Fahrzeug für Effizienz, Flexibilität und legendäre Offroad-Eigenschaften.
Den Grundstein für diese Erfolgsgeschichte legten findige Ingenieure, deren Ziel es war, die Vielseitigkeit des Universal-Motor-Gerätes so nutzbar wie möglich zu machen.


Von der Idee zum ersten Unimog
Albert Friedrich ist einer dieser Gründerväter des Unimog. Direkt nach dem Zweiten Weltkrieg erkannte der ehemalige Leiter der Daimler-Benz Flugmotorenfertigung den enormen Bedarf an Agrar-Schleppern für Klein- und Mittelbetriebe in der deutschen Landwirtschaft. Neben der Geländetauglichkeit stand dabei die einfache Umrüstbarkeit für vielfältige Aufgaben im Vordergrund.

Auf dem Gelände der Firma Erhard & Söhne in Schwäbisch Gmünd entwickelte und testete ab 1946 ein engagiertes Team rund um die Ingenieure Albert Friedrich, Heinrich Rößler und Hans Zabel erste Prototypen für ein solches Nutzfahrzeug. Hans Zabel war es auch, der aus dem etwas sperrigen Projektnamen „Universal-Motor-Gerät für die Landwirtschaft“ die griffige Abkürzung „Unimog“ machte.
Video zur Geschichte vom Unimog Laster
Im Jahr 1948 wurde der Unimog dann erstmals einem Fachpublikum auf der DLG Landwirtschafts-Messe in Frankfurt präsentiert. Dort stieß er nicht zuletzt aufgrund seiner überzeugenden Fahreigenschaften im Gelände und auf der Straße, der leichten Bedienung und der großen Vielseitigkeit auf sehr positive Resonanz. Im selben Jahr erfolgte die erste Serienfertigung im Werk der Gebrüder Boehringer in Göppingen, die bereits Gussteile für die Prototypen geliefert hatten.

Aufgrund der steigenden Nachfrage nach Unimog, zunehmend auch außerhalb von Deutschland, reichten die Produktionskapazitäten von Boehringer schon bald nicht mehr aus. Es wurde ein Übernahmevertrag mit Daimler-Benz geschlossen und 1951 begann schließlich die Produktion im Lkw-Werk in Gaggenau.
Unimog Dokumentation
Mit nur geringen Modifikationen an dem Fahrzeug, das weiterhin als „Unimog 25 PS“ vermarktet wurde, konnten mit der neuen Baureihe 2010 dank rationellerer Fertigungsprozesse deutlich mehr Unimog vom Band rollen. So wurden in den ersten sieben Monaten des Jahres 1951 in Gaggenau bereits knapp über 1.000 Unimog produziert.

Im Mai 1966 lief dann der 100.000. Unimog vom Band. Nur fünf Jahre später feierte man bereits den 150.000. Unimog. Einen wesentlichen Anteil am Produktionserfolg hatte die Baureihe 416, die mit immer leistungsstärkeren Motorisierungen von bis zu 125 PS aufwartete. Exporterfolge waren besonders die Lizenzfertigungen der eigens für die Bedürfnisse in Südamerika entwickelten Baureihen 426 und 431, die in Argentinien zusammengebaut wurden.

Ursprünglich erdacht für die Landwirtschaft, erschloss der Unimog schnell viele weitere Branchen und prägte fortan Fuhrparks in Städten und Gemeinden wie auch in der Forstwirtschaft oder bei Lohndienstleistern. Nicht wenige Kunden aus der Anfangszeit sind dem Unimog bis heute über Generationen hinweg treu geblieben.
Weitere Links:
- Unimog Museum Gaggenau
- Weitere Mercedes Bildergalerien
- Mercedes Handylogos
- Unimog Gebrauchtwagen
- Unimog Bücher zum verschenken
- Offizielle Unimog Seite
- Mercedes Automobilclubs