Diffusor im Motorsport

Ein Diffusor wird bei Fahrzeugen verwendet, um zum Beispiel im Bereich des Unterbodens eine deutliche Verbesserung bei der Aerodynamik zu erzielen. Das Bauteil sorgt mit der asymmetrischen Form beim Unterboden für eine entsprechende Druckverteilung, so dass dem Fahrzeug damit mehr Abtrieb zur Verfügung steht.

Wirkungsweise vom Diffusor

Im Bereich des Unterbodens bei einem Fahrzeug gibt es einen Bereich, wo sich ein Luftdruck bildet, dabei strömt jeweils von den Seiten Luft unter den Fahrzeugboden und bildet dort sogenannte Wirbel, die gegenläufig zur Rotation zum Diffusor strömen.
Besonders im Bereich des Motosports kommt er bei Fahrzeugen häufig zum Einsatz, denn hier wird viel Wert auf die Aerodynamik gelegt, um eine effiziente Wirkungskette zu erzielen. Der Steigungswinkel bei einem Diffusor liegt bei etwa 15 Grad, da es ansonsten zu einem Strömungsabriss kommt und die Wirkung verhindert wird. Die optimale Länge für einen Diffusor am Fahrzeug, ist die Hälfte von der eigentlichen Fahrzeuglänge.

Foto Renault Clio Diffusor
Diffusor vom Renault Clio Sport verbessert die Aerodynamik.

Funktionsweise

Wird Luft unter dem Fahrzeug beschleunigt, kommt es zu einem „Venturieffekt“. Dieser sagt aus, dass Luft schneller fließen kann, wenn sie entsprechend „eingeengt“ wird. Durch einen eingebauten Diffusor am Fahrzeug bekommt die Luft eine Arte Blockade vorgesetzt, so dass sie nicht frei von alleine strömen kann. Somit kann die Luft schneller durch die jeweilige Öffnung am Diffusor fließen. Dadurch entsteht am Heck des Fahrzeugs ein Unterdruck, der den Vorteil bietet, mehr Abtrieb an der Hinterachse zu haben. Der eingebaute Diffusor am Heck sorgt somit für einen stärkeren Abtrieb und es können höhere Beschleunigungswerte erzielt werden. Durch den viel höheren Abtrieb, hat das Fahrzeug den großen Vorteil eine bessere Straßenlage zu besitzen, damit der Fahrer in der Lage ist, höhere Querbeschleunigungen zu erzielen. Die bessere Bodenhaftung kann dazu genutzt werden, um zum Beispiel Kurven viel schneller durchfahren zu können.

Steigerung vom Anpressdruck

Ein Diffusor sorgt bei einem Fahrzeug für eine Verbesserung von den aerodynamischen Eigenschaften, da hiermit eine Verstärkung vom Abtrieb erreicht wird. Der Heckdiffusor wird am Fahrzeugboden verbaut, damit sich dort verstärkt ein Unterdruck bilden kann, um den gewünschten Anpressdruck zu erhalten. Erst Anfang des Jahres 2000 wurden dazu genau Wirkungsweisen bekannt, wie sich das Strömungsverhalten der Luft dabei auswirkt. Die Luft am Heckboden wird dabei verwirbelt und es kommt dabei zu einer negativen Rotation. Bevor das Bauteil zum Einsatz kommt, bedarf es einer genauen Vermessung und Abstimmung, die im besten Fall in einem Strömungskanal getestet wird, denn ansonsten kann es zu Problemen im Bereich der Fahrstabilität kommen. Die Veränderung setzt das Fahrzeug nicht nur optisch in Szene, sondern steigert auch die Fahrleistung.

Motorsport und Tuning Szene

Ein Diffusor wird häufig im Bereich des Motorsports und der Tuning Szene verwendet. Besonders wenn sportliche Fahrleistungen im Fokus stehen, bietet dieses Bauteil viel Potenzial um die Leistung eines Fahrzeugs zu steigern. Ein weiterer Effekt ist zudem auch die Optik, denn ein Diffusor am Heck dient auch als optische Verschönerung und lässt das Fahrzeug deutlich sportlicher Wirken. Das Anbringen eines Diffusors an einem Fahrzeug in Deutschland muss allerdings vom zuständigen TÜV überprüft und genehmigt werden. Dazu bedarf es einer gültigen ABE (Allgemeine Betriebserlaubnis). Im Bereich der Tuning Szene stellt ein Diffusor mittlerweile ein sehr gängiges und beliebtes Bauteil dar.


Beitrag zuletzt aktualisiert am 26. April 2016

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