Drei-Wege-Katalysator kurz erklärt

Ein Drei-Wege-Katalysator beschleunigt chemische Reaktionen, ohne sich selbst dabei zu verbrauchen. Der bei benzinbetriebenen Pkw eingesetzte Katalysator verwendet als aktive Beschichtung Edelmetalle wie Platin, Rhodium und zum Teil auch Palladium. Er ist in der Lage, alle drei gesetzlich limitierten Abgaskomponenten (drei Wege) »Kohlenmonoxid, »Kohlenwasserstoff und »Stickoxide mit einem Wirkungsgrad von über 90 Prozent abzubauen, wenn der Motor mit einem optimalen Luft-Kraftstoff-Verhältnis betrieben wird, wofür die »Lambda-Sonde sorgt.

Lambdasonden sorgen für das bestmögliche Luft-Kraftstoff-Gemisch im Motor. Darauf aufbauend verringert der Drei-Wege-Katalysator Kohlenwasserstoffe, Kohlenmonoxide und Stickoxide im Abgas um bis zu 99 Prozent. Selbst strengste Abgasgrenzwerte werden so eingehalten. Durch den Einsatz von Ultrakurzpulslasern wurden neue Lambdasonden mit noch feineren und individuellen Strukturen möglich. Diese messen doppelt so genau wie bisher. Ihre Warmlaufzeit nach dem Motorstart ist von 20 auf bis zu drei Sekunden verringert. Die Folge ist eine deutliche Reduzierung der Abgas-Emissionen, insbesondere kurz nach dem Kaltstart des Motors. Die Fehlerkorrektur – bislang separat – findet jetzt direkt auf der Sonde statt. Damit ist sie so reaktionsschnell, dass sich sogar die Abgaszusammensetzung einzelner Zylinder messen und regeln lässt.


Beitrag zuletzt aktualisiert am 9. Februar 2018