Gigaliner sind Lastwagen die 25,25 Meter lang sind und bis zu 60 Tonnen wiegen. Lang-Lkw sind nicht schwerer als herkömmliche Sattelzüge, sondern bis maximal 6,5 Meter länger und können mehr Volumen transportieren und sind daher für bestimmte leichte, großvolumige Güter deutlich effizienter.
Der damalige Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) war ein Befürworter für den Regelbetrieb von Lang-Lkw. Die Zulassung war nicht ohne Widerstand.
Gegenstimmen behaupten meinen, dass 60-Tonner sämtliche langjährigen Bemühungen einer Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene zunichte machen würden.
Als Hauptgründe für ein Votum gegen Gigaliner zählen:
- das größere Unfallrisiko
- erhöhten Steuermittel für den Umbau des Straßennetzes
- Verlagerung von Transporten von der Schiene auf die Straße

Vorteile vom Gigaliner
- Kraftstoff-Ersparnis und weniger Fahrten da mehr transportiert wird.
- Weniger LKW auf den Straßen
„Der Feldversuch mit Lang-Lkw läuft bisher erfolgreich. Die Fahrzeuge fahren sicher und unauffällig im Verkehr mit. Der Bericht bestätigt, dass zwei Lang-Lkw drei reguläre Lkw ersetzen können. Das spart bis zu 25 Prozent Sprit“, sagte Bundesverkehrsminister Dobrindt anlässlich der Nationalen Konferenz Güterverkehr und Logistik in Potsdam.
Im Praxistest wurde ein Sattelzug unter anderem mit Leichtlaufreifen, einem aerodynamischen Trailer und Leichtbauelementen optimiert und von zwei Speditionen mit einem herkömmlichen Gespann verglichen. Außerdem wurde ein Lang-Lkw getestet. Dabei wurden Kraftstoffersparnisse von 12 bis 14 beziehungsweise beim Lang-Lkw von 17 Prozent erzielt.
Einer Studie zufolge können durch Lang-Lkw schon auf den derzeitig freigegebenen Streckenabschnitten pro Jahr 54 Millionen gefahrene Kilometer eingespart werden. Daraus folgt die Einsparung von gut 21 000 Tonnen CO2-Emissionen. Könnten Spediteure das gesamte Bundesfernstraßennetz nutzen, ließen sich laut Prognose im Jahr 2030 rund 270 Millionen gefahrene Kilometer vermeiden – und 113 000 Tonnen CO2.
Dem Papier zufolge wird der CO2-Ausstoß um 11 Prozent gesenkt, wenn man das gleiche Ladungsvolumen in den neuen, gut 25 Meter langen Fahrzeugen transportiert statt in normalen Lastwagen.
Die Gutachter haben festgestellt, dass Lang-Lkw für den Transport von leichten und voluminösen Gütern (zB Kühlschränke und Karosserieteile) wirtschaftlich sinnvoll sind und sich positiv auf das Klima auswirken
„Wir setzen uns dafür ein, alle Möglichkeiten für Verbrauchsreduzierung im Straßengüterverkehr voll auszuschöpfen. Dazu gehören weitere technische und aerodynamische Verbesserungen, logistische Optimierung und insbesondere auch der Lang-Lkw. Dieser Praxistext beweist, dass der Lang-Lkw ein echter Öko-Laster ist. Zwei Lang-Lkw ersetzen drei herkömmliche Lkw. So können Lang-Lkw gerade beim Transport leichter, voluminöser Güter bis zu 25 Prozent CO2-Einsparung erreichen. Die Bundesländer, die bisher noch zögern, sollten sich für den laufenden deutschlandweiten Feldversuch rasch öffnen. Mit den vorgeschriebenen Assistenz- und Sicherheitssystemen, wie automatische Abstandsregelsysteme, Spurhaltewarnsysteme, automatische Achslastüberwachung und Kamera-Systeme am Heck, gehören Lang-Lkw zu den sichersten Fahrzeugen auf deutschen Straßen überhaupt.“
Wissmann Ex-Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA)
Verwandte Bezeichnungen:
- Long and heavy vehicles
- Mega Trucks
- Lang-Lkw