Halogenscheinwerfer

Seit Anfang der Sechziger Jahre werden in der Fahrzeugbeleuchtung Halogenscheinwerfer eingesetzt. Seitdem werden Halogen-Leuchtmittel für alle Hauptlichtfunktionen mittels eines Reflexions- oder eines Projektionssystems verwendet. Im Gegensatz zu einfach Glühlampen haben Halogenlampen eine höhere Lebensdauer und einen höheren Wirkungsgrad.

Im Glaskolben einer Halogen-Glühlampe befindet sich ein Glühwendel, bestehend aus einem Wolframfaden und einem Gasgemisch aus Halogenverbindungen (meist Jod- oder Bromverbindungen). Eine besondere Gasfüllung bewirkt, dass die Wolframteilchen der glühenden Wendel (Quer- oder Doppelwendel) wieder zu dieser zurückkehren und nicht den Lichtaustritt im Glaskolben behindern.

Der Effekt ist eine höhere Wendeltemperatur und damit eine höhere Lichtausbeute und eine längere Lebensdauer der Lampe. Neben den Halogen-Reflexionssystemen kommen in Fahrzeugen auch Scheinwerfer mit einem Bi-Halogen-Projektionssystem zum Einsatz. Sie erzeugen Abblend- und Fernlicht mit nur einem Projektionsmodul. Durch den Einsatz einer beweglichen Blende wird mechanisch zwischen den zwei Lichtfunktionen umgeschaltet. In der angehobenen Position erzeugt die Blende die für das Abblendlicht vorgeschriebene Hell-Dunkel-Grenze. Abgesenkt gibt sie den Weg für das Fernlicht frei.

Leistungswert von Halogenscheinwerfern

Lichtquelle Glühwendel
Lichtfarbe ca. 3200 K
Lebensdauer ca. 3000- 1500 Stunden
Leistung 55 Watt
Lichtstrom ca. 3200 Im
Effizienz 25 Im/W

Info: Je mehr Kelvin der Halogenscheinwerfer hat, desto eher tendiert das Licht in Richtung Blau.

Beispiel Halogenscheinwerfer

Halogenscheinwerfer Bild


Beitrag zuletzt aktualisiert am 11. Dezember 2016