Karosserien und Ihre Komponenten

Der Begriff Karosserie stammt vom französischen carrosse was die gängige Bezeichnung für Kutsche war. Heute beschreibt man mit Autokarosserie den Rahmen (inklusive Fahrgestellt und Fahrwerk) des Fahrzeuges.

Fertigungsstoffe:

Aluminium: Leichtmetall, mit einer Dichte von 2,7 Gramm pro Kubikzentimeter fast dreimal so leicht wie Eisen. Einsatzort beim neuen Opel Vectra: Fahrwerk, Motorhaube, Unterbau der Stoßfänger.

Zeichnung Auto-Karosserie

BH-Stahl: Bake Hardening; „hart backend“. Dieser hochfeste Stahl erlangt seine hohe Festigkeit von etwa 340 Newton pro Quadratmillimeter endgültig erst nach einer Wärmebehandlung; dies geschieht nach der Lackierung im Einbrennofen. Wird im Dachbereich und der A-Säule eingesetzt.

Bor-legierter Stahl
Superfester Stahl mit einer Zugfestigkeit von 1.300 – 1.500 Newton pro Quadratmillimeter. Wird bei Temperaturen von rund 900 Grad Celsius in Form gebracht. Einsatzort: B-Säulen. Zum Vergleich: Normaler Stahl hat eine Zugfestigkeit von etwa 250 bis 300 N/mm²

DP-Stahl: (Dual Phases) Höherfeste Stahlsorte (500 bis 600 N pro mm2).

Bei Finite-Elemente handelt es sich um ein Mathematisches Modell zur Berechnung der Karosseriebelastung. Dazu wird die Karosserie in ein Netzwerk von Knotenpunkten zerlegt, um lokale Kraftverhältnisse exakt zu erfassen.

Hydroforming: ist eine Umformtechnik zur Herstellung von Hohlkörper-Komponenten aus Stahl mit Hilfe von hohem Wasserdruck. Die Vorteile liegen in der Qualitätsverbesserung, Gewichtsreduzierung. Wird vor allem bei den vorderen Hilfsrahmen von Fahrzeugen eingesetzt.

Crashbox: Das Crashbox Element sitzt zwischen den Stoßfänger-Querträgern und der Karosserie. Seine konstruktiv vorgegebene Verformungscharakteristik verhindert teure Schäden an tragenden Teilen. Die verschraubten Crashboxen sind leicht und kostengünstig austauschbar.

Durchsetzfügen: sind eine spezielle Fügetechnik, die es ermöglicht, zwei oder mehrere Feinbleche ausschließlich auf der Basis lokaler Kaltumformung und ohne den Einsatz von Zusatzwerkstoffen miteinander zu verbinden.

Tailored Blanks Dabei handelt es sich um geschweißte Blechplatinen mit unterschiedlicher Blechstärke oder Blechsorte. Zum Beispiel Maßgeschneiderte Teile: Lasergeschweißte, maßgeschneiderte Bleche mit unterschiedlicher Stärke.

Plattformstrategie Die Plattform stellt eine Einheit dar, die keinen Einfluss auf die Außenhaut des Fahrzeuges hat, d. h. ein Chassis inklusive der inneren Radhäuser. Sie besteht aus verschiedenen Funktionsgruppen (z. B. Aggregat, Schaltung, Bremsanlagen). Möglichst viele Fahrzeuge auf einer Plattform zu bauen (Plattformstrategie) wirkt sich zeit- und kostenoptimierend aus.

PHS-Stahl steht für Press Hardened Steel; „Warm umgeformter Stahl“: Höchstfeste Stahlsorte, Einsatzort beim Vectra: B-Säulen-/ Tür-Rammschutzträger-Struktur.

Vor allem dort wo besondere Sicherheit und Festigkeit gefordert ist um die Insassen zu schützen.

PHS-Stahl im Opel Insignia
PHS-Stahl ist wird bei Stahlherstellung Warm umgeformt. Er zählt zu den höchstfesten Stahlsorten mit hoher Formstabilität.
Beispielsweise zur Sicherheit des Fahrgastraums bei den B-Säulen (auf dem Bild in Lila dargstellt)

Beitrag zuletzt aktualisiert am 1. Januar 2017

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