LPG – Liquefied Petroleum Gas

Das Kürzel LPG steht für „Liquefied Petroleum Gas“, also Flüssiggas. LPG, ist der weltweit am meisten verbreitete alternative Kraftstoff, der umwelt- und kostenbewussten Fahrern zahlreiche Vorteile bietet.

Dieses Gemisch aus Butan und Propan verflüssigt sich unter relativ geringem Druck (5 – 10 bar) und nimmt dann nur etwa 1/260 seines gasförmigen Volumens ein. Durch den geringen Druck ist die Umrüstung von Fahrzeugen und der Umgang mit dem Flüssiggas relativ einfach. LPG zeichnet sich durch einen hohen Energiegehalt aus und ist nahezu schwefelfrei. Die Verbrennung erfolgt fast ohne Ausstoß von Ruß. Schadstoffe wie CO, HC, NOX treten wesentlich vermindert auf. Flüssiggas wird nach Litern abgerechnet. Wie Erdgas wird Flüssiggas in vielen Ländern steuerlich gegenüber Benzin und Diesel bevorzugt.

Das Propan-Butan-Gemisch, das als ein Nebenprodukt bei der Raffinerie-Verarbeitung von Rohöl entsteht und häufig an der Förderstelle als Abfallprodukt abgefackelt wird, ist es nicht mit Erdgas (CNG) zu verwechseln. Autogas ist schwerer als Luft und wird bei rund 10 bar Druck im Auto flüssig gespeichert. Der alternative Kraftstoff ist umweltschonender und günstiger als Benzin und Diesel.

Unter Flüssiggas versteht man C3- und C4-Kohlenwasserstoffe bzw. Gemische, wie sie in der Natur vorkommen oder als Synthesegas anfallen. Die gebräuchlichsten Flüssiggase sind Propan/Propen und Butan/Buten. Das besondere Kennzeichen dieser Verbindungen: Sie lassen sich bereits bei Raumtemperatur und relativ niedrigen Drücken verflüssigen. Voraussetzung ist, dass die Siedetemperatur des Flüssiggases unter Normaldruck niedriger liegt als die Umgebungstemperatur.

Flüssiggas wird im flüssigen Aggregatzustand mit hoher Energiedichte gelagert und transportiert und üblicherweise im gasförmigen Zustand angewendet. Mehr beim Deutscher Verband Flüssiggas e.V.

Grafik mit der Anzahl der LPG Fahrzeuge

Argumente die für LPG sprechen

  • Autogas ist auch in den Nachbarländer etabliert z. B.: Italien, Benelux, Frankreich, Österreich, Polen u. a.
  • Autogas ist im Transitland Deutschland die europäische Kraftstoff-Alternative für unsere Nachbarländer
  • Zusätzliche Ausrüstung mit Autogas ist für fast alle Otto-Kraftstoff- Fahrzeuge möglich
  • Einheitliche Standards (Zerti zierung) für Ausrüstbetriebe (DVFG, TÜV) wurden entwickelt
Foto: Aral Autogas Zapfsäule
eine LPG Autogas Zapfsäule (im Foto eine Tankstelle von Aral).

Die CO2-Emissionen im Autogas-Betrieb liegen zwischen 10 bis 13 Prozent unter denen im Benzinbetrieb und stoßen gegenüber einem Dieselfahrzeug nahezu keinen Ruß aus. Aufgrund der niedrigen Abgasemissionen wird der Kraftstoff Autogas bis zum 31.12.2018 steuerlich gefördert.

Die Ersparnis ergibt sich aus der Veränderung der Kfz-Steuergesetze für Neufahrzeuge mit Zulassung ab dem 1.7.2009. Bei der steuerlichen Förderung bis Ende 2018 handelt es sich zum einen um die geringere Besteuerung des Kraftstoffes an der Tankstelle, wodurch für den Kunden ein erheblicher Kostenvorteil bei den Betriebskosten entsteht. Zum anderen wird durch die Veränderung der Kfz-Steuer eine Ersparnis erzielt, da diese als ein Bestandteil bei der Erhebung auch den CO2-Ausstoß des Fahrzeugs mit einbezieht.

Die LPG Autos können mit Benzin oder Autogas gefahren werden, wobei das Umschalten automatisch geschieht, aber auch per Knopfdruck möglich ist. Durch die Nutzung beider Tanks kann die Reichweite signifikant gesteigert werden.

LPG Fahrzeuge gibt es direkt ab Werk mit einem Benzinmotor mit Autogas (LPG) oder können nachgerüstet werden. Beim nachrüsten das Reserverad durch einen Gastank ersetzt.


Beitrag zuletzt aktualisiert am 18. Dezember 2016