SARA

SARA (Short range Automotive Radar frequency Allocation) ist eine weltweite Initiative von Automobilherstellern, Systemlieferanten und Sensorproduzenten. Das Konsortium setzt sich für eine weltweit gültige Regulierung für 24GHz Breitband Autoradar Sensorik zur Erhöhung der Verkehrssicherheit ein. DaimlerChrysler, die BMW Group, Bosch, Delphi, Siemens und Tyco Electronics gehören zu den führenden Mitgliedern dieses Gremiums.

Bisherige Systeme für passive Sicherheit, wie beispielsweise Airbags, müssen nach dem Eintreten eines Unfalls innerhalb weniger Millisekunden reagieren. Neu entwickelte Radarsysteme beobachten das Fahrzeugumfeld und sind daher bereits vor einem möglichen Aufprall aktiv.

Der so erreichte Zeitgewinn lässt sich nutzen, um einerseits das betroffene Fahrzeug mit Hilfe verschiedener Schutzmechanismen auf einen Crash vorzubereiten beziehungsweise den Fahrer rechtzeitig zu warnen. Ziel dabei ist es, die Wucht beim Zusammenstoß zu reduzieren und damit die Unfallfolgen zu minimieren.

Mit Hilfe der Radartechnologie ist eine rund 20 Meter breite Rundumsicht um das Fahrzeug realisierbar. So können Hindernisse in der gesamten Umgebung des Autos erkannt werden. Entsprechend vielfältig sind die möglichen Sicherheitsanwendungen. Sie reichen von Warnfunktionen bei drohenden Auffahrunfällen über Hilfestellung beim Spurwechsel bis hin zu Einpark- oder Stop-and-Go-Assistenten.

Grafik Automotive RADAR Applications
Automotive RADAR Applications

Die 24GHz-Technologie bietet gleich mehrere Vorteile: Der Sensor basiert auf elektronischen Standardbauteilen, lässt sich damit in großen Stückzahlen fertigen und ist kostengünstig. Seine hohe Auflösung erlaubt es, mehrere Objekte zu unterscheiden, ihre Position und ihre Bewegungsrichtung zu bestimmen. Daraus lässt sich ableiten, welche Objekte ein Hindernis für die eigene Fahrzeugbewegung darstellen.


Beitrag zuletzt aktualisiert am 28. Juni 2016