Saugrohreinspritzung

Bei der Saugrohreinspritzung wird der Kraftstoff wird in das Saugrohr vor das Einlassventil (im Gegensatz zur Direkteinspritzung in den Brennraum) eingespritzt.

Bei der Benzin-Saugrohreinspritzung entsteht das Luft-Kraftstoff- Gemisch außerhalb des Brennraums im Saugrohr. Der Injektor spritzt den Kraftstoff vor das Einlassventil. Während der Ansaugphase strömt das Gemisch durch das geöffnete Einlassventil in den Brennraum. Die Einspritzventile sind so ausgewählt, dass der Kraftstoffbedarf des Motors jederzeit gedeckt ist – also auch bei Volllast und hohen Drehzahlen. Bei Leerlauf können jedoch auch kleine Mengen Kraftstoff exakt dosiert eingespritzt werden.

Rund 60 Prozent aller weltweit neu produzierten Fahrzeuge hatten 2012 eine Benzin-Saugrohreinspritzung. Bosch ist der weltgrößte Hersteller von Injektoren und beliefert rund 70 Automobilfirmen weltweit mit seinen Systemen.

Foto: Bosch Saugrohreinspritzung
Bei der Benzin-Saugrohreinspritzung entsteht das Luft-Kraftstoff- Gemisch außerhalb des Brennraums im Saugrohr.
Eine Saugrohreinspritzung ist auch für leistungsstarke Fahrzeuge und sogar Supersportwagen geeignet ist. Der Bugatti Veyron ist zum Beispiel damit ausgestattet.

Auch Alternativen Antrieben im Einsatz
Die Saugrohreinspritzung wird auch bei der Elektrifizierung des Antriebsstrangs eine Rolle spielen. Denn sie ist günstiger als eine Direkteinspritzung und die Nachteile bei der Effizienz werden von elektrischen Komponenten ausgeglichen. Ebenso ist die Saugrohreinspritzung die Grundlage für Antriebe mit alternativen Kraftstoffen: Beispielsweise für die Erdgassysteme von Bosch oder für Flex Fuel – also für Komponenten von Ethanol-Antrieben, die hauptsächlich in Südamerika verkauft werden.


Beitrag zuletzt aktualisiert am 20. Oktober 2016