Servolenkung

Die Servolenkung ist eine der wichtigsten Komponenten in einem Auto. Sie erhöht den Komfort und vereinfacht das Fahren. Das System reduziert den Kraftaufwand so weit, dass das Lenken theoretisch mit nur einem Finger möglich ist. Dadurch wird das Lenken im Stand, beim Einparken oder bei geringen Geschwindigkeiten deutlich  leichter.

So werden die Hände beim Drehen des Lenkrads weniger belastet. Im Falle einer Störung (z. B. wenn ein Riemen reißt) ist jedoch wesentlich mehr Kraft erforderlich, um das Lenkrad zu bedienen.

Funktionsweise

Die Servolenkung ist eine Fahrhilfe, die das Lenken Ihres Fahrzeugs erleichtert. Sehr Sinnvoll auf langen Fahrten nützlich um sich zu entspannen und nicht so schnell müde zu werden. Die Grundidee ist, dass der Motor Ihres Autos eine Hydraulikpumpe antreibt, die wiederum Flüssigkeit durch eine Reihe von Schläuchen und Rohren drückt. Diese Flüssigkeit wirkt wie eine Kraft auf Ihr Lenkrad, so dass Sie es frei drehen können, ohne es mit den Muskeln bewegen zu müssen.

Die Servolenkung arbeitet mit einem Elektromotor anstelle eines mechanischen Motors, der die Räder dreht. Wenn Sie das Lenkrad drehen, dreht dieser Motor das Rad noch weiter, so dass das Fahren weniger anstrengend wird.

BMW Aktiv-Lenkung mit Servolenkung & Steuergerät
Die Komponenten der AktivLenkung: eine hydraulische Servolenkung (3) mit Überlagungsgetriebe und Stellmotor, ein Steuergerät (1) sowie ein Gierratensensor (2)

Zu den Vorteilen der Servolenkung gehören:

  • Verbesserter Komfort – macht das Fahren angenehmer
  • Einfache Kontrolle – einfacher zu fahren als ein Auto mit Handschaltung und ohne Servolenkung
  • Die Servolenkung ist auch ein Komfortmerkmal, insbesondere für ältere Fahrer, die ihr Fahrzeug bei niedrigeren Geschwindigkeiten und auf hügeligem Gelände nur schwer kontrollieren können. Da die Servolenkung kleine Korrekturen beim Abbiegen oder beim langsamen Bergauffahren ermöglicht, ist es für diese Fahrer einfacher, die Kontrolle über ihr Fahrzeug zu behalten.

Video zur Servolenkung

Geschichte

Die Servolenkung wurde zum ersten mal Anfang der 1950er Jahren in einem Automodell von Chrysler eingeführt. Heute ist ein weit verbreitetes Bauteil in Fahrzeugen auf der ganzen Welt. Aus technischer Sicht war das Prinzip der Servolenkung eigentlich in den 30er Jahren schon bekannt. Es sollte noch mal zwei Jahrzehnte dauern bis diese Innovation in Serie ging.

Elektromechanische Servolenkung vom Audi A6
Elektromechanische Servolenkung im Audi A6

2 Arten der Lenkunterstützung

Die Servolenkung im Fahrzeug basiert meistens auf einem der folgenden Systeme:

  • Hydraulische Lenkhilfepumpe
  • Elektrischer Servolenkungsmotor

Der Unterschied zwischen den beiden Arten von Servolenkungen liegt in den hydraulischen oder elektrischen Elementen. Bei älteren Fahrzeugen wird häufig noch eine hydraulische Unterstützung verwendet.

Hydraulische Servolenkung im Audi A8
Hydraulische Servolenkung vom Audi A8

Die Systeme entwicklen sich immer weiter. Zum Beispiel arbeitet die Servolenkung Plus von Porsche geschwindigkeitsabhängig. Bei hohen Geschwindigkeiten reagiert sie direkt und präzise, bei niedrigen mit einer stärkeren Lenkunterstützung.

Elektrohydraulische Servolenkung vom Audi A1
Elektrohydraulische Servolenkung im Audi A1

Wartung der Servolenkung

Zur Verkehrssicherheit sollte man das Bauteil regelmäßig warten. Mechanische und andere Verschleißteile wie Schläuche, Dichtungsringe und Simmerringe machen die Wartung einer Hydraulischen-Lenkung pflegaufwendiger.

Fazit

Die Servolenkung ist eine Technologie, die das Fahren eines Fahrzeugs erleichtert. Sie verwendet eine Hydraulikpumpe oder einen Elektromotor, um das Drehen der Räder zu unterstützen. Diese Vorrichtung trägt dazu bei, die Ermüdung des Fahrers zu verringern, da weniger Kraftaufwand am Lenkrad erforderlich ist und Arme, Schultern und Nackenmuskeln bei langen Fahrten oder schweren Lasten entlastet werden.

Diese Art der Lenkung gehört zu den bedeutendsten Evolutionsschritten bei Lenkungssystemen. Ohne Servolenkung wären Autos mit heute üblichen Vorderachslasten und breiten Reifen gerade bei niedrigen Geschwindigkeiten nur schwer zu steuern. Die elektromechanische Servolenkung ist State of the Art und macht sämtliche Assistenzsysteme mit Lenkeingriff technisch erst möglich. Sie ist damit auch eine Schlüsseltechnologie für das automatisierte Fahren.


Beitrag zuletzt aktualisiert am 30. August 2022