Unter- und Übersteuern beim Auto

Wenn bei einer Kurvenfahrt ein Fahrzeug seine Kurvengrenzgeschwindigkeit überschreitet, kann es – besonders bei Vorderradantrieb – vorn die Bodenhaftung verlieren. Das Fahrzeug wird nach außen geschoben und beschreibt einen größeren Radius als geplant und als es dem Lenkeinschlag entspricht. Dieses Fahrverhalten wird Untersteuern genannt.

Grafik zum Über und Untersteuern
Links Untersteuern
Dass Fahrzeug tendiert dazu geradeaus zu fahren. Der Fahrer muss stärker lenken, als es dem Kurvenradius entspricht. Die Hinterräder behalten Haftreibung.

Rechts Übersteuern
Fahrzeug dreht sich stärker in die Kurve, als der Fahrer wünscht („schlägt mit dem Heck aus“). Fahrer muss den Lenkeinschlag zurücknehmen oder gar gegenlenken, um zu verhindern, dass das Fahrzeug sich unkontrolliert dreht. Die Hinterräder „radieren“ auf der Straße, Die Gleitreibung bietet keine Haftreibung.

Gesteuert wird das ganze über ein Gyroskop. Das ist ein Kreiselkompass, der in Kurven die Querbeschleunigung und die Drehrate des Fahrzeugs misst. Neben dem »GPS-Empfänger dient der Kreiselkompass zur genauen Positionsbestimmung des Fahrzeugs.


Beitrag zuletzt aktualisiert am 22. Februar 2020