Windschott für Fahrzeuge

Ein Windschott ist ein zusätzlicher Einbau in Cabriolets oder andere offene Fahrzeuge. Es dient der Umlenkung von Luftwirbeln, die hinter der Windschutzscheibe entstehen und in den Wagen strömen würden. Das Windschott soll diese Wirbel von den Insassen des Fahrzeugs fernhalten, indem eine passive Windumleitung arrangiert wird. Windschotts gibt es aus Glas, Acrylglas oder bestehend aus einem Rahmen und einem luftundurchlässigen Netz.

Die häufigsten Fahrzeugtypen, in denen Windschotts zur Anwendung kommen, sind Cabriolets und Roadster. Beim Fahren mit offenem Verdeck entstehen Windwirbel, die bei einem nicht vorhandenen Windschott im Fahrzeug bleiben und die Insassen umgeben. Sie sind unmittelbar einem starken Wind ausgesetzt, was nicht nur störend wirken kann, sondern auch die Gesundheit gefährdet und die Fahrweise.

Foto Mercedes-Benz SL mit Windschott
Der Mercedes-Benz SL mit ausgefahrenem Windschott. Im Windkanal werden Tests zur Strömungssimulation durchgeführt.

Windschotts für Roadster

Ein Roadster ist ein Zweisitzer-Fahrzeug mit einer offenen Karosseriebauform. Es handelt sich um Sportwagen oder sportwagenähnliche Fahrzeuge. Typische Roadster sind der MX-5 von Mazda, der SLK von Mercedes oder der Z3 von BMW. Roadster haben hinter den Sitzen Überrollbügel. An diesen können die Windschotts installiert werden. Fehlen solche Bügel, wird ein Windschott mit Steckfüßen montiert. Der untere Windschottrand schließt bündig mit der Karosserie ab oder wird in diese eingesetzt – selbiges gilt für den Einbau an einer Innenverkleidung.

Windschotts für Cabriolets

Cabriolets sind offene Fahrzeuge, die keine sportliche Bauweise haben, sondern ein normaler Pkw sind, also sowohl Limousinen als auch Kleinwagen sind. Es gibt in der Regel vier bis fünf Sitzplätze, so dass der Einbau eines Windschotts anderen Bedingungen unterliegt als beim Roadster. Es gibt Windschotts, die vor den Rücksitzen eingebaut werden und Windschotts, die an den hinteren Plätzen montiert werden. Es handelt sich meistens um zweiteilige Konstruktionen: Teil 1 ist das senkrecht stehende Windschott und Teil 2 ist ein mit einem Netz bespannter Rahmen, eine Plane oder eine Platte am unteren Rand des Windschotts in waagerechter Form. Der untere Teil verhindert Luftwirbel zwischen den Sitzen, die durch Luftumleitung nach unten entstehen würden.

Die Windschotts sind meistens klappbar und werden in der Innenverkleidung montiert. Dazu werden Federstangen installiert. Der waagerechte Teil dient als Ablage für den klappbaren senkrechten Teil. Außerdem dient er der Abdeckung der hinteren Sitze. Wenn ein Windschott nicht in der Innenverkleidung installiert wird, sondern an den Kopfstützenstangen oder an den Sitzlehnen, wird keine feste Abdeckung benötigt. Stattdessen wird eine Plane genutzt, die man sowohl hinter den Sitzen als auch nach unten spannen kann. Ein Rücksitz-Windschott wird zwischen den hinteren Kopfstützen installiert. Dafür werden entweder Schrauben, Bügel oder Klemmhalter auf der Hutablage genutzt. Eine Montage in der Innenverkleidung ist ebenfalls möglich.

Wichtige Merkmale im Überblick

  • Windschotts mit Stahl- oder Aluminiumrahmen und feinmaschigem Netz schränken tagsüber die Rücksicht ein, wirken im Dunkeln aber dem Blenden durch Scheinwerfer entgegen.
  • Glaswindschotts und Acrylglaswindschotts sind ohne Rahmen und schränken die Sicht nach hinten nicht ein. Glas kann zudem entspiegelt sein. Glas ist doppelt so schwer wie Acrylglas. Beide Varianten müssen bruchfest sein.
Welche Fehler können auftreten?

Bei elektrischen Windschotts kann es vorkommen, dass die Funktion gestört ist und das Windschott nicht ausfährt oder umklappt. Es können sich Teile vom Windschott lösen, die den Zweck einschränken bzw. das Windschott gänzlich unnütz machen. Zum Beispiel können sich Gummistrapse lösen.

Kann man das Windschott nachkaufen / Nachrüsten?

Die Hersteller liefern Zubehörteile und bei verschiedenen Online-Shop kannst du ein Windschott nachbestellen:


Beitrag zuletzt aktualisiert am 20. Dezember 2016