xDrive BMW

xDrive ist ein Allradantrieb von BMW. Die Steuerung sorgt dank variabler Verteilung der Antriebskräfte für optimale Bodenhaftung und bringt „100% Fahrfreude“ auf jedem Untergrund – und das selbst bei extremen Wetterbedingungen.

Bei dem intelligenten Allradantrieb BMW xDrive, bei dem die Längsmomente zwischen Vorder- und Hinterachse stufenlos verteilt werden. Zusammen mit der situationsgerechten Verteilung der Antriebsmomente an der Hinterachse wird ein bislang unerreichtes Maß an Fahrstabilität, Dynamik und Agilität gewonnen, das den Maßstab in der Antriebs- und Fahrwerkstechnik neu definiert. Außerdem wird die prinzipbedingte Neigung allradgetriebener Fahrzeuge zum Untersteuern neutralisiert, was sich in einem ausgesprochen gutmütigen und neutralen Fahrverhalten ausdrückt. Selbst weniger routinierte Autofahrer spüren den Unterschied und sind auch in kritischen Situationen in der Lage, ihr Fahrzeug noch besser zu beherrschen.

BMW XDrive Grafik
Beim BMW xDrive Allradantrieb werden die Antriebskräfte verteilt um optimale Bodenhaftung zu erreichen.

Mittlerweile verfügen 20 Modelle über das BMW Allradsystem xDrive. Mit diesem intelligenten Allradsystem setzt die Marke BMW neue Maßstäbe in Traktion und Agilität. xDrive ermöglicht die stufenlose und variable Verteilung der Antriebskräfte zwischen Vorder- und Hinterachse in bisher unerreichter Schnelligkeit. Das System erkennt sofort, wenn eine Veränderung der Kraftverteilung notwendig wird und reagiert in kürzester Zeit.

BMW xDrive Video Beispiel

Der intelligente Allradantrieb

Die besondere Fähigkeit des von BMW im Jahr 2004 erstmals eingeführten variablen Allradantriebs besteht darin, sowohl die Traktion und damit auch die Dynamik und Sicherheit spürbar zu fördern. In normalen Fahrsituationen verteilt der permanente Allradantrieb die Kraft des Motors im Verhältnis von 40 : 60 auf die Vorder- und Hinterachse. Auf jede Veränderung der Straßenverhältnisse oder der Fahrsituation reagiert das System schnell, präzise und variabel mit einer veränderten Verteilung des Antriebsmoments in Längsrichtung.

Über ein Verteilergetriebe mit elektronisch gesteuerter Lamellenkupplung leitet BMW xDrive die Antriebskraft des Motors stets dorthin, wo sie am wirkungsvollsten genutzt werden kann. Damit wirkt der Allradantrieb frühzeitig jeder Tendenz zum Über- oder Untersteuern in Kurven entgegen und erhöht so die Fahrdynamik. Auch auf schwierigem Terrain ist stets für maximale Traktion gesorgt, weil das System blitzschnell und variabel die Antriebskraft auf jene Räder lenkt, deren Untergrund den höheren Reibwert aufweist.

Zur schnellen und präzisen Verteilung des Antriebsmoments in Längsrichtung werden das Allradsystem xDrive, die Dynamische Stabilitäts Control (DSC), die Motorsteuerung und – falls vorhanden, auch die Aktivlenkung über das Integrierte Chassis-Management miteinander vernetzt.

xDrive agiert schneller als andere Systeme, da es Fahrsituation vorausdenkt. Hierfür nutzt es die Informationen der Radsensoren, welche signalisieren, wenn ein Rad durchzudrehen droht sowie Daten, welche das Stabilisierungssystem DSC sammelt. Beispielsweise liefern Gierrate (Drehbewegung über die Hochachse) und Lenkradeinschlag wichtige Daten zum momentanen Fahrzustand. Dies wirkt sich etwa beim dynamischen Durchfahren von Kurven aus, wenn permanent die Antriebskraft zwischen den beiden Achsen optimal verteilt und so das Unter- oder Übersteuern deutlich minimiert wird. Neben einem spürbaren Gewinn an Agilität und Fahrfreude schafft xDrive also auch ein großes Plus an Sicherheit. Das zentrale BMW Fahrwerkregelsystem DSC greift daher in vielen Fahrsituationen wesentlich später ein als bei herkömmlichen Allradkonzepten.

Geschichte vom Allradantrieb

Vor 30 Jahren begann bei BMW die Fertigung von allradgetriebenen Fahrzeugen. Mittlerweile ist weltweit rund jeder dritte t BMW mit dem Allradantrieb BMW xDrive ausgestattet. Gab es 1985 nur den 325i als Allrad-Fahrzeug, bietet BMW heute in zwölf Baureihen mehr als 110 Varianten mit Allradantrieb an, dazu kommt der Plug-in-Hybrid-Sportwagen BMW i8 sowie der kompakte BMW 225xe mit elektrifiziertem Allradantrieb.

Die Basis für die Vielfalt an Allrad-Fahrzeugen legte BMW auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) 1985 in Frankfurt mit der Präsentation des 325i Allrad. Der permanente Allradantrieb des Modells von 1985 verteilt die Antriebskraft im Verhältnis 37:63 auf Vorder- und Hinterachse. Sperren im Verteiler- und Hinterachsgetriebe sorgen in Abhängigkeit von der Differenzdrehzahl für eine nahezu starre Verbindung zwischen den Vorder- und Hinterrädern, um Traktion und Fahrstabilität zu optimieren. Das Fahrzeug wird schon bald als 325iX geführt und ab 1988 auch als „touring“ Variante angeboten.Drei Jahre später folgt der Allradantrieb für die BMW 5er Reihe, der 525iX. Die Kraftverteilung des Wagens wird nun elektronisch gesteuert. Das in dem Fahrzeug eingebaute System verfügt über eine Lamellenkupplung, die automatisch und stufenlos geregelt werden kann. Dies dient dazu, die im Normalbetrieb übliche Momentenverteilung von 36:64 zwischen den Vorder- und Hinterrädern bedarfsgerecht zu variieren. Später wird die Lamellenkupplung durch einen elektronisch geregelten Bremseneingriff ersetzt. Die elektronische Steuerung ermöglicht schnellere und präzisere Reaktionen, die auch unter schwierigen Bedingungen wie Nässe oder Schnee ein neutrales Fahrverhalten gewährleisten. Auch die ersten allradgetriebenen 5er sind als Limousine sowie als Kombi erhältlich.

Kurz vor der Jahrtausendwende erscheint der X5, das erste Sports Activity Vehicle (SAV) von BMW. Die Antriebskraft des Wagens wird jetzt über ein Planetengetriebe im Verhältnis 38:62 auf die Vorder- und Hinterräder verteilt. Dank der elektronischen Regelsysteme DSC (Dynamische Stabilitäts Control), ADB-X (Automatic Differential Brake) und HDC (Hill Descent Control) ist der X5 für Fahren auf dem Asphalt ebenso gerüstet wie für das Fahren abseits befestigter Wege.

Vier Jahre später überträgt BMW das SAV-Konzept auf ein weiteres Fahrzeugsegment: den X3. Er präsentiert sich mit – im Vergleich zum X5 – kompakteren Abmessungen und agilerem Fahrverhalten. In diesem Wagen wird auch zum ersten Mal das Allradsystem xDrive eingeführt. Das kann Tendenzen zum Über- oder Untersteuern bereits frühzeitig erkennen und durch eine entsprechende Verteilung der Antriebsmomente vorausschauend entgegenwirken. Ebenso wurde die Kraftverteilung durch die Vernetzung mit der Fahrstabilitätsregelung DSC weiter verbessert und funktioniert ab jetzt über eine elektronisch gesteuerte Lamellenkupplung. Erstmals werden zur Analyse der Fahrsituation neben den Raddrehzahlen auch die von der DSC gelieferten Daten wie Lenkwinkel, Gierrate, Gaspedalstellung und Querbeschleunigung berücksichtigt. Damit sind die Grundlagen für den bis heute gültigen Status von xDrive gelegt. Vom Allradantrieb profitieren in den Folgejahren nicht nur die X-Modelle, sondern auch die Limousinen und Touring Varianten der BMW 3er und 5er Reihe.

Auf der IAA 2007 zeigt BMW den X6, der erstmals den Allradantrieb mit der Dynamic Performance Control (DPC) kombiniert, die eine variable Kraftverteilung zwischen dem kurveninneren und dem kurvenäußeren Hinterrad ermöglicht und selbst bei plötzlichen Lastwechseln oder im Schubbetrieb eine gute Fahrstabilität gewährleistet. Zwei Jahre später zeigt die Hybrid-Vesion des X6, dass auch die Kombination von Allrad- und Hybridantrieb gut funktioniert. Im selben Jahr feiert der X1 seine Premiere. Sein Allradantrieb kann ebenso wie der xDrive des X3 von 2010 mit der Performance Control kombiniert werden. Das gezielte Abbremsen des kurveninneren Hinterrads bei gleichzeitiger Erhöhung der Antriebsleistung sorgt dafür, dass das Fahrzeug besonders spontan und präzise einlenkt.

Neben den Allradgetriebenen X-Modellen erweitert BMW das Angebot auch für andere Baureihen. So hält die Antriebstechnik 2009 erstmals Einzug in die 7er Reihe. Im Frühjahr 2012 folgen Coupé und Cabrio der 6er Reihe. Zudem steht das System für die aktuelle 3er und 5er Reihe sowie seit 2013 für Cabrio, Coupé und Gran Coupé der neu aufgelegten BMW 4er Reihe zur Verfügung. Das neue Sports Activity Coupé X4 wird mit serienmäßigem xDrive in zahlreichen Motorisierungen angeboten. Eine Premiere feiert das Allrad-System zudem im neuen BMW 2er Active Tourer, denn erstmals koppelt BMW den intelligenten Allradantrieb an ein modernes Frontantriebskonzept. Auch der i8 ist mit dem System ausgestattet. Bei ihm wird die Kraft des Verbrennungsmotors auf die Hinterachse übertragen, während die Vorderräder von einem leistungsstarken Elektromotor angetrieben werden.

Nach der Einführung des i8 betritt mit dem BMW X5 xDrive40e das erste Plug-in-Hybrid-Serienautomobil der Kernmarke die internationale Bühne. Der permanente Allradantrieb xDrive und die Efficientdynamics Technologie eDrive verhelfen dem Sports Activity Vehicle zu Sportlichkeit sowie zu guter Effizienz. Dabei sorgt die Hybrid-Antriebssteuerung stets für ein gutes Zusammenwirken von Verbrennungs- und Elektromotor. In jedem Fall wird die Kraft beider Motoren permanent über den intelligenten Allradantrieb BMW xDrive auf die Fahrbahn übertragen.

In der aktuellen Generation des Allradsystems sorgt die Vernetzung unter dem Dach des Integrated Chassis Managements (ICM) für eine zuverlässige Erkennung und Bewertung der Fahrsituationen, um frühzeitig den geeigneten Regeleingriff vorzunehmen. Dieser kann durch xDrive allein oder auch in Kombination mit der Fahrstabilitätsregelung DSC (Dynamische Stabilitäts Control) beziehungsweise der Dynamic Performance Control (DPC) erfolgen. Schnell und präzise wird die Kraftverteilung so variiert, dass auch bei besonders sportlicher Kurvenfahrt das Handling gewährleistet ist. Diese aktuelle Generation des Allradantriebs feierte in der im September 2015 vorgestellten sechsten Generation des 7er Weltpremiere auf der IAA in Frankfurt. In der neuen Luxuslimousine ist der intelligente Allradantrieb erstmals sogar mit der Integral-Aktivlenkung, also einer mitlenkenden Hinterachse kombiniert.


Beitrag zuletzt aktualisiert am 11. November 2022
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