Xenon-Licht

Xenon-Licht erzeugt ein Lichtbogen an Stelle einer Glühwendel ein intensives Licht. Die Ausleuchtung ist dabei wesentlich heller. Das Xenon-Licht für die Abblendscheinwerfer verfügt über eine höhere Lebensdauer als konventionelle Lichtsysteme ist aber auch teurer.

Zwischen den Elektroden entzündet sich unter elektrischer Hochspannung ein kleiner Lichtbogen, der den Quarzglaskörper der Glühlampe stark aufheizt. Das Gas verwandelt sich in hell leuchtendes Plasma, dass ein leicht bläuliches Licht verbreitet. Vorteile: lange Lebensdauer, hohe Lichtwirkung, geringer Bedarf an Scheinwerferfläche.

Xenon-Scheinwerfer helfen Leben zu retten. Denn wären alle Fahrzeuge auf deutschen Straßen mit Xenon Scheinwerfern ausgestattet, würde die Zahl der Verkehrsunfälle bei Nacht um 50% sinken. Im selben Zeitraum würden 18% weniger Menschen sterben. Trotz der genannten Vorteile, ist immer noch mehr als die Hälfte aller Deutschen nicht ausreichend über dieses Scheinwerfersystem informiert und fast genauso viele können keinen Vorteil von Xenon Scheinwerfern nennen. Dem gegenüber steht die hohe Zahl der zufriedenen Besitzer eines Fahrzeugs, das mit einem solchen System ausgestattet ist (96%). Xenon Scheinwerfer erzeugen Licht nach dem Prinzip der Gasentladung. Die zur Zündung des Xenon-Gases notwendige Hochspannung von 20.000 Volt wird von einem elektronischen Vorschaltgerät erzeugt.

Video zum Xenon-Licht

Bei den Bi-Xenon-Scheinwerfern wird das Abblend- und Fernlicht aus einem Projektionsmodul generiert. Durch die Verwendung einer beweglichen Blende im Scheinwerfer wird mechanisch zwischen den Lichtverteilungen für das Abblend- und Fernlicht umgeschaltet.
Dadurch, dass so die gleiche Lichtfarbe- und intensität beibehalten wird, sieht das menschliche Auge eine gleichbleibende Ausleuchtung. Im Vergleich zum Halogen-Abblendlicht ist für das Xenon-Abblendlicht eine heller und breiter ausgeleuchtete Straße charakteristisch. Beim Fernlicht ist die Reichweite deutlich höher und die Randbereiche der Straße werden besser ausgeleuchtet.

Beim Gasentladungslicht bewirkt die automatische oder auch dynamische Leuchtweiteregelung eine stets korrekte Scheinwerfereinstellung unabhängig von der Beladung, dem Bremsvorgang oder der Beschleunigung des Fahrzeuges. Den Beladungszustand registrieren induktive oder magnetoresistive Achssensoren. Über Stellmotoren wird die Stellung der Scheinwerfer korrigiert. Bei der dynamischen Leuchtweiteregelung wird über das Tachosignal die Geschwindigkeit des Fahrzeuges verarbeitet. Somit können Brems- und Beschleunigungsvorgänge schnell ausgeglichen werden.

Das Xenon-Gesamtsystem umfasst auch eine Scheinwerferreinigungsanlage. Sie sorgt für eine saubere Abschlussscheibe des Scheinwerfers, um somit das Xenon-Licht auf die Straße zu richten und eine Blendung des Gegenverkehrs auszuschließen.

Um dem Fahrer jedoch eine noch bessere und weiter reichende Sicht zu bieten, wurde 2003 das dynamische Kurvenlicht eingeführt. Hierbei schwenken die Lichtmodule je nach Lenkwinkel. Der nächste Entwicklungsschritt folgte 2005 mit dem Adaptive Frontlighting System (AFS). Basierend auf dem VarioX-Modul wird die Lichtverteilung der Scheinwerfer in Abhängigkeit von Geschwindigkeit und Lenkeinschlag an die jeweilige Situation angepasst. Um nicht nur auf fahrzeuginterne Daten zurückzugreifen, sondern auch Daten aus dem Fahrzeugumfeld zu nutzen, wurde 2009 erstmals ein Scheinwerfersystem mit einer Kamera als Sensor kombiniert. Bei der so erzeugten adaptiven Hell-Dunkel-Grenze (aHDG) wird der Lichtkegel der eigenen Scheinwerfer so gesteuert, dass er jeweils vor den anderen Fahrzeugen endet.

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Noch einen Schritt weiter geht das blendfreie Fernlicht. Hierbei werden aus der Fernlichtverteilung automatisch diejenigen Bereiche des Verkehrsraums ausgeblendet, die andere Verkehrsteilnehmer stören könnten.


Beitrag zuletzt aktualisiert am 10. Oktober 2016