20 Jahre Lackiererei bei Audi Neckarsulm

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Kleines Jubiläum bei Audi: Heute vor 20 Jahren hat der Standort Neckarsulm seine Lackiererei in Betrieb genommen – zum damaligen Zeitpunkt das größte Investitionsprojekt in der Neckarsulmer Audi-Geschichte. Seitdem hat sich viel getan: Angefangen mit 600 Karosserien pro Tag, hat sich die Kapazität bis heute mit 1300 Automobilen täglich mehr als verdoppelt. Aktuell baut das Unternehmen die Lackiererei weiter aus.

„Die Lackiererei ist der zentrale Punkt am Audi-Standort Neckarsulm“, sagt Werkleiter Fred Schulze. Daher habe Audi über die gesamte Zeit in zahlreiche Modernisierungsschritte investiert, um noch umweltschonender zu lackieren, die Kapazität zu erhöhen und die Qualität weiter zu optimieren. Auch aktuell investiert das Unternehmen in das Gewerk. „Wir schaffen auf rund 11.500 Quadratmetern Platz für eine neue Holraumkonservierung“, so Schulze. Dieser zusätzliche Korrosionsschutz ist der letzte Schritt, bevor die Karosserien aus der Lackiererei in die Montage gelangen. Der Ausbau soll Mitte 2016 abgeschlossen sein. Dann umfasst die Lackiererei in Neckarsulm eine Fläche von mehr als 15 Hektar.

„Die steigende Komplexität war in den vergangenen 20 Jahren unsere größte Herausforderung – und ist es bis heute“, erklärt Richard Vogel, Leiter der Lackiererei. „Wir produzieren in Neckarsulm dreimal so viele Modelle wie einst, gleichzeitig lackieren wir doppelt so viele Autos.“ Aktuell arbeiten 1070 Mitarbeiter in der Lackiererei. Vogel betont: „Auch in Zukunft benötigen wir fachlich und handwerklich gut ausgebildete Mitarbeiter.“ Audi bildet daher unter anderem Fahrzeuglackierer aus und bietet Weiterbildungen beispielsweise zum Industriemeister Lack an. Gleichzeitig verbessert Audi stetig die Qualität der Arbeitsplätze in der Lackiererei und optimiert sie beispielsweise unter ergonomischen Gesichtspunkten.

Sämtliche Karosserien aus dem Werk erhalten in der Lackiererei ihre schützende und farbgebende Oberfläche. In verschiedenen Prozessschritten bekommen sie fünf Lackschichten. Neben den bekannten Uni-, Metallic- und Perleffektlacken, setzen die Lackierer auch Mehrschicht- und Mehrfarben-Lackierungen sowie individuell gewünschte Farben um. Seit zwei Jahren lackieren sie zudem Matt-Lacke. Die Lackschichten sind 120 Mikrometer ‚dick‘ und damit so dünn wie ein menschliches Haar. (dpp-AutoReporter/wpr)


Beitrag zuletzt aktualisiert am 9. Mai 2015

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