30 Jahre Berufschullehrer auf der Schulbank

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Die rasante Entwicklung neuer Technologien im Automobil führt ohne kontinuierliche Weiterbildung auch bei Berufsschullehrenden, die angehende Kfz-Mechatroniker ausbilden sollen, zu einem wachsenden Wissensdefizit. Automobilhersteller, Importeure und Zulieferer haben deshalb 1985 ein Programm zur koordinierten Berufsschullehrer-Weiterbildung aufgelegt, das in diesem Jahr sein 30-jähriges Jubiläum feiert. Aktuell beteiligen sich rund 20 Unternehmen aus der Automobilindustrie an diesem Ausbildungsmodell, das es so nur im Bereich der Kraftfahrzeug-Technik gibt. Um möglichst schnell und auf breiter Ebene alle Berufsschullehrer im Kfz-Bereich über neue technische Entwicklungen zu informieren, wurde ein Multiplikatoren-Modell entwickelt. Berufschullehrern werden 700 bis 800 Lehrgangsplätze pro Jahr angeboten. Die Teilnehmer dieser Lehrgänge dienen als Multiplikatoren und geben das neu erworbene Wissen an ihre Kolleginnen und Kollegen weiter.

Koordiniert wird das gesamte Lehrgangs-Programm der Automobilindustrie zur Weiterbildung im Bosch Service Training Center. Aus den Lehrgangsthemen und -terminen, die von den beteiligten Firmen vorgeschlagen werden, entsteht das Lehrgangsangebot für das Folgejahr. Über Koordinatoren melden die Berufsschulen ihre Teilnahmewünsche an. Da manche Lehrgänge stärker als andere nachgefragt werden, können nicht alle Wünsche erfüllt werden. Im September findet deshalb eine Börse statt, auf der die gemeldeten Teilnehmer auf die Lehrgangsplätze verteilt werden. So ist sichergestellt, dass die aktuellen Themen aus allen Fachgebieten der Autoindustrie flächendeckend über die Berufsschulen verteilt werden.

Neben neuen Entwicklungen aus den Bereichen Motor, Antrieb und Fahrwerk mit der zugehörigen Elektrik und Elektronik stehen Problematiken wie Aufbau und Funktion von Fahrerassistenzsystemen, Elektro- und Hybridfahrzeugen auf dem aktuellen Trainingsprogramm. Die Berufschullehrer erhalten so immer die neuesten Technikinformationen und Unterlagen für die Ausbildung. Vorteile für die Automobilindustrie, die jährlich rund 650.000 Euro in das Programm investiert, sind eine gute Ausbildung und aktuelles Basiswissen, mit dem die Auszubildenden anschließend in den Kfz-Betrieben arbeiten. (dpp-AutoReporter/wpr)


Beitrag zuletzt aktualisiert am 29. September 2015

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