Autobahnen im Osten am sichersten

Der Auto Club Europa (ACE) hat davor gewarnt, die Unfallgefahren auf Autobahnen zu unterschätzen. Nach Auswertung von Zahlen des Statistischen Bundesamtes kommt der Club zu dem Schluss, dass vor allem in den Sommermonaten das Unfallrisiko steigt. Dass Autobahnen an Wochenenden deutlich sicherer seien als an Werktagen ist laut ACE eine verbreitete aber falsche Annahme. So passieren an einem durchschnittlichen Dienstag oder Mittwoch weniger Autobahnunfälle als an einem Sonnabend oder Sonntag.

Grafik: Autobahnunfälle nach Bundesland
Autobahnunfälle nach Bundesland

Zwar gelten Autobahnen in Deutschland im Vergleich zu allen anderen Straßenarten als relativ sicher, allerdings sind die Folgen häufig weit schwerwiegender als auf anderen Verkehrswegen.

Die Zahl der Autobahnunfälle mit Personenschaden sank in den vergangen zehn Jahren (2000 – 2009) kontinuierlich um mehr als 28 Prozent, während die Zahl aller Verkehrsunfälle mit Personenschaden im selben Zeitraum lediglich um 18,8 Prozent zurück ging. Die Altersklasse der 25- bis 35-jährigen Fahrer weißt dabei die höchste Verursacherquote auf, direkt dahinter folgen die Fahranfänger im Alter von 18 bis 25 Jahren. Die meisten an Autobahnunfällen Beteiligten werden allerdings in der Altersklasse zwischen 35 und 45 Jahren gezählt. Auffallend ist zudem, dass Fahrzeuge mit einer Leistung bis 75 PS in deutlich geringerem Umfang in Autobahnunfällen verwickelt sind. Pkw mit einer Leistung über 90 kW / 122 PS sind dagegen überproportional häufig an Unfällen beteiligt.

Eine vom ACE vorgenommene Auswertung der Autobahnunfälle nach Bundesländern zeigt teils starke regionale Unterschiede. Berechnet auf 1000 Autobahnkilometer besteht in Berlin mit 3597 Unfällen das größte Risiko zu verunglücken. Die Gefahr eines Unfalls ist dort zweieinhalb Mal größer als sonst in Deutschland und sogar etwa fünfeinhalb Mal so groß wie im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Auffallend ist, dass bis auf Berlin alle ostdeutschen Bundesländer Zahlen aufweisen, die besser sind als der Bundesdurchschnitt. (ampnet/nic)

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Beitrag zuletzt aktualisiert am 11. Oktober 2015

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