ARAG: Tier bei der Autofahrt sichern

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Eine Anschnallpflicht für Hunde besteht nach Auskunft von ARAG-Experten nicht. Allerdings weisen sie darauf hin, dass Tiere in der Straßenverkehrsordnung (StVO) eine Ladung darstellen, die so zu verstauen und zu sichern ist, dass sie selbst bei einer Vollbremsung oder plötzlichen Ausweichbewegungen nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen können (§22 StVO). Eine fest verankerte Transportbox oder ein festes Metallgitter zwischen Laderaum und Rücksitzbank können Abhilfe schaffen.

Der Fahrende ist  dafür verantwortlich, dass seine Sicht und das Gehör nicht durch im Auto befindliche Tiere beeinträchtigt werden; er muss Sorge tragen, dass die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs nicht unter der Ladung, also dem Tier, leidet. Wer dagegen verstößt, muss bei Gefährdung mit einem Bußgeld von bis zu 60 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen. Zudem riskieren nachlässige Fahrer im Schadensfall, dass die Versicherung ihre Leistungen kürzt.

Zur Erinnerung: Schon ein Hund, der 20 Kilogramm wiegt, wird bei einer Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometern zu einem lebenden Geschoss mit einer Durchschlagskraft von 600 kg.

Die ARAG-Experten verweisen auf einen Fall, in dem ein Zwerghund in den Fußraum des Fahrenden geklettert war und ihn dadurch ablenkte. Es folgte ein Autounfall mit einem Schaden, den die Versicherung des Unfallfahrers nicht regulieren wollte. Das OLG Nürnberg (AZ.: 8 U 1482/93) sah es als grob fahrlässig an, den Hund nicht zu sichern. (dpp-AutoReporter/wpr)


Beitrag zuletzt aktualisiert am 30. August 2016

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