Auf enger Waschanlagen-Spur auf jungen „Innenreiniger“ achten

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Wird ein (hier: 11jähriger) Junge auf einer Waschanlagen-Spur von einem Auto angefahren, während er mit seinem Vater die „Innenreinigung“ des Wagens vornimmt, so haftet dafür die Kfz-Haftpflichtversicherung des Autofahrers in vollem Umfang, wenn der die Situation nicht erkannt beziehungsweise falsch eingeschätzt und das Kind mit „überhöhter Geschwindigkeit“ (von hier etwa 10 km/h) angefahren und verletzt hat. (Hier war der Junge unversehens um einen Schritt nach hinten getreten, als er eine Matte aus dem Kofferraum holen wollte, dabei aber in die Fahrspur des Pkw geriet. Der Fahrer hätte aber, so das Gericht, allenfalls 7 km/h schnell die entsprechende Stelle passieren dürfen, um den Jungen nicht zu gefährden. Der Bub hätte sich so verhalten, wie es für die Reinigung des Fahrzeugs in der dafür zur Verfügung stehenden Parkbucht „üblicherweise erforderlich war“.) (AmG Kassel, 435 C 5128/12) (dpp-AutoReporter)


Beitrag zuletzt aktualisiert am 16. August 2015

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