Auto-Urlaub: Im Linksverkehr rechts besonders aufpassen

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In 59 Ländern der Welt funktioniert der Straßenverkehr aus unserer Sicht seitenverkehrt – in vielen Ländern fährt man also links. In Europa gilt das in Großbritannien und Irland sowie auf Malta und Zypern. Außerhalb Europas fährt man links unter anderem in Australien, Neuseeland, Indien, Japan, Indonesien, der Dominikanischen Republik, Thailand und Südafrika. Deutsche Urlauber, die in diesen Ländern unterwegs sind, sollten sich auf einige Besonderheiten einstellen. Wer gegen das Linksfahrgebot verstößt, wird nicht nur von der heimischen Polizei zur Kasse gebeten. Bei einem verschuldeten Unfall kann sich die Kaskoversicherung weigern, für den Fahrzeugschaden aufzukommen.

Der ADAC rät Urlaubern, sich vor der Reise über die Verkehrsregeln des Urlaubslandes zu informieren und sich im Land selbst langsam mit den Gegebenheiten des Linksverkehrs vertraut zu machen. Urlaubende sollten einen Mietwagen mit Automatik wählen, denn das ungewohnte Schalten mit der linken Hand kann zusätzlich ablenken.

Das Abbiegen ist für Ungeübte im Linksverkehr besonders gefährlich. Hier ist darauf zu achten, dass man sich immer in die linke Fahrspur einordnet. Im Kreisverkehr wird – anders als hierzulande – im Uhrzeigersinn gefahren. Durch ein Sitzen auf der gefühlt ‚falschen‘ Seite besteht zudem die Neigung, zu nahe an den Fahrbahnrand zu fahren.

Besondere Umsicht sollten Urlaubende walten lassen, die aus einem Grundstück, z.B. einer Tankstelle, fahren. Hier ist die Gewohnheit der große Feind. Wer das Grundstück verlässt, egal, ob nach rechts oder links, muss auf die linke Fahrspur fahren.

Überholmanöver im Linksverkehr sind besonders gefährlich, da der Fahrer die Straße nicht einsehen kann. Hinzu kommt, dass der rechte Außenspiegel meist nicht asymmetrisch ist und der Verkehr kleiner dargestellt wird. Der ADAC rät, mehr den Rückspiegel als den Außenspiegel zu nutzen. (dpp-AutoReporter/wpr)


Beitrag zuletzt aktualisiert am 25. Juli 2016

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