Berlin testet unkaputtbare Verkehrsschilder

Verkehrsschilder finden sich zuhauf, doch sie bergen ein Problem: Wenn der Autofahrer davor fährt, müssen sie oft komplett ausgetauscht werden. Bis es zum Austausch kommt, vergeht eine gewisse Zeitspanne und während dieser kann es zu Unsicherheiten beim Autofahrer kommen. Noch dazu kostet die ständige Neuinstallation entsprechender Verkehrszeichen die Gemeinden und Städte bares Geld. Etwa 150 Euro müssen pro erneuertem Schild eingerechnet werden.

Flexi-Schilder im Test
In Berlin hat man sich jetzt deshalb nach anderen Lösungen umgesehen. So sind in der Paradiesstraße in Bohnsdorf, sowie am Hultschiner Damm in Mahlsdorf bereits die ersten beiden Flexi-Schilder installiert worden.

Diese Verkehrsschilder sind mit einer Tellerfeder ausgestattet, die sich im Pfosten befindet. Sie sorgt dafür, dass das Verkehrsschild zwar umknickt, wenn ein Auto dagegen fährt, es richtet sich aber selbstständig wieder auf. Von Hand lassen sich die Schilder allerdings nicht bewegen.

Das Flexibles Verkehrsschild im Praxistest

Die Vorteile der flexiblen Verkehrsschilder
Die Vorteile bei derartig flexiblen Verkehrsschildern liegen klar auf der Hand: Ein ständiger Austausch ist nicht mehr nötig. Die Kommunen sparen so Geld ein. Die anfänglichen Mehrkosten, die bei etwa 319 Euro liegen, werden sich so langfristig amortisieren. Zum Vergleich: Das austauschen eines umgefahrenen Schilds kostet 150 Euro.
Erfunden wurde die Flexible Halterung von der Italienischen Saedi Group. Das Produkt wird unter dem Namen Augustaflex vertrieben.

flexibles Verkehrsschild
AUGUSTAFLEX nennt sich das System. Das Flexible Verkehrsschild knickt einfach um und richtet sich wieder auf.

Neben den Einsparungen für die Kommunen ergeben sich auch geringere Schäden an den Fahrzeugen selbst, wirbt man für die Flexi-Schilder. Und diese Vorteile hat man nicht nur in der bundesdeutschen Hauptstadt erkannt, sondern ebenso in vielen anderen Regionen. Kürzlich erst hat man das erste Schild dieser Art in Lübben im Spreewald aufgestellt und in Potsdam sind ebenfalls fünf Flexi-Schilder im Gebrauch. Laut aktuellen Angaben soll der Bezirk Marzahn sogar schon zehn dieser Schilder bestellt haben. Dabei wird die Feder, die für die Flexibilität der Schilder verantwortlich ist, in das vorhandene Verkehrsschild eingearbeitet. Dafür muss es lediglich kurz mit der Flex durchtrennt und dann um die Feder ergänzt werden. Ob auch andere Städte künftig auf die nicht kaputtbaren Verkehrsschilder setzen, bleibt indes abzuwarten.


Beitrag zuletzt aktualisiert am 20. Oktober 2016

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