BMW gibt auf der Techno Classica Einblck in seine Historie

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Die wachsende Begeisterung für Fahrzeuge, die als sogenannte Youngtimer gepflegt und bewundert werden, prägt den Auftritt der BMW Group Classic auf der Techno Classica 2015 in Essen. Für die Besucher der weltweit größten Fachausstellung für klassische Automobile und Motorräder bedeutet dies ein Wiedersehen mit ausgewählten Modellen, die heute zwischen 25 und 40 Jahre alt und damit auf dem besten Weg zum Klassiker sind.

Darüber hinaus werden zahlreiche weitere Kapitel aus der Geschichte der Marken BMW, MINI und Rolls-Royce aufgeschlagen. Erinnert wird unter anderem an spektakuläre sportliche Erfolge auf zwei und vier Rädern, an die Modellvielfalt des classic Mini und an die vor 90 Jahren präsentierte erste Generation des Rolls-Royce Phantom.

Auf dem Messestand der BMW Group Classic ist die Tradition der sportlich-eleganten Coupés von BMW gleich mit zwei Repräsentanten vertreten: dem BMW 6er der ersten Generation und dem BMW 8er. Im Jahr 1976 löste das BMW 6er Coupé in der Oberklasse die lange Zeit auch im Motorsport erfolgreichen CS-Modelle ab. Die Neuentwicklung mit der von Chefdesigner Paul Bracq gezeichneten, keilförmigen Linienführung bot auch in den Bereichen Motorisierung, Luxus und Sicherheit maßgebliche Fortschritte. Die erste Generation des BMW 6er wurde bis 1989 gebaut. Im gleichen Jahr kam der BMW 8er auf den Markt – noch luxuriöser, noch exklusiver und noch avantgardistischer im Design. Vor allem als BMW 850i mit Zwölfzylinder-Motor war das Coupé zudem auch ein beeindruckender Beleg für die Entwicklungskompetenz des Unternehmens.

Als Innovationsträger „geboren“ wurde der BMW Z1, der ebenfalls 1989 auf die Straße kam. Der zweisitzige Roadster war ursprünglich ein Forschungsprojekt der neu gegründeten BMW Technik GmbH und wurde 1987 auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt erstmals der Öffentlichkeit gezeigt. Design und Konstruktionsweise mit feuerverzinktem Stahlblech-Monocoque, Bodengruppe und Außenhaut aus Kunststoff und vertikalen Schiebetüren lösten nicht nur bei Technologie-Fans Begeisterung aus.

Deutlich höhere Stückzahlen und Technologie-Highlights ganz anderer Art kennzeichnen die Modellgeschichte der BMW 5er Reihe. Die von 1988 bis 1996 produzierte dritte Generation der Limousine hob sich nicht nur durch ihr sportlich elegantes, aerodynamisch optimiertes Design und die maßgeblich verbesserte Karosseriesteifigkeit von ihrem Vorgänger ab. Erstmals wurden unter anderem auch eine umklappbare Fondsitzlehne mit Durchladefunktion, ein Bordcomputer mit Fehlerspeicher, die Automatische Stabilitäts Control (ASC), elektronisch gesteuerte Einspritzsysteme für alle Antriebe und ab 1990 auch Vierventil-Technik bei den Reihensechszylinder-Motoren präsentiert.

Beim diesjährigen Messeauftritt in Essen erinnert die BMW Group Classic auch an historische Erfolge im Motorsport. Vor 30 Jahren wurde das Serienmodell des ersten BMW M3 vorgestellt. Er wurde zur Basis für den erfolgreichsten Tourenwagen in der Geschichte von BMW. Die spektakuläre Siegesserie begann mit dem Gewinn der Tourenwagen-Weltmeisterschaft durch Roberto Ravaglia 1987 und hält bis heute an, wie der jüngste Gesamtsieg für Marco Wittmann im BMW M4 DTM beim Deutschen Tourenwagen Masters 2014 zeigt. Auf der Techno Classica sind Rennsportversionen des BMW M3 aus drei Modellgenerationen zu sehen. Ihnen zur Seite stehen zwei Legenden der Mille Miglia: das BMW 328 touring Coupé und der BMW 507. 75 Jahre sind seit dem Sieg des BMW 328 touring Coupé beim Langstrecken-Rennen durch Italien vergangen, vor fünf Jahren wurde mit dem gleichen Fahrzeug auch die inzwischen als Zuverlässigkeitsfahrt für historische Automobile ausgetragene Neuauflage der Mille Miglia gewonnen. Der BMW 507 kam 1957, bei der letzten als Wettfahrt ausgetragenen Mille Miglia, zum Einsatz. (dpp-AutoReporter/hhg)


Beitrag zuletzt aktualisiert am 13. April 2015

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